Fotolovestory: Odenwaldknattern

Da der Name „Odenwaldknattern“ im Vorfeld doch für ein gewisses Maß an Verwirrung gesorgt hat, bin ich so frei und zitiere diese Definition aus dem Bilderbogen des Herrn Trölf:

Disclaimer: „Knattern“ meint in diesem Fall das Geräusch der kurzen, schnell aufeinanderfolgenden knallenden Laute, wie es von den überwiegend zweigetakteten 50ccm-Maschinen hervorgebracht wird – und nicht „Beischlaf vollziehen“.

E. Trölf
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Jezuki TS50 Wallpaper

Da musste man schon krankheitbedingt die Fortsetzung der großartigsten Tour seit Erfindung des motorbetriebenen Zweiradurlaubs verpassen, und dann quält man sich auch noch freiwillig damit, sich in einer lauen Sommernacht am Feuer die Geschichten dazu anzuhören. Selbst schuld.

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#kibbeling50 Wallpaper

Nach drei Jahren des Darbens sind es nun nicht mehr ganz zwei Monate, bis es endlich so weit ist und die Gang zur Folgetour, der v2.0 des (irgendwie schon bissi) legendären 50-Kubik-Marathons #alpen50 aufbrechen kann, zu #kibbeling50. Das erklärte Ziel: In Holland am Strand stehen und eine Portion Fish’n’Chips Kibbeling auf der Hand haben.

Kibbeling bezeichnet ein niederländisches Fischgericht.

Fischfilet wird in mundgerechte Würfel geschnitten, mit Backteig überzogen und dann frittiert. […] Serviert werden die Fischwürfel mit Knoblauchdip oder einer Remouladensauce, […] häufig auch mit Pommes frites […]
Wikipedia

Und da wir das „schon immer“ so gemacht haben™, wird es auch dieses Mal wieder einen Toursticker geben. Brauchtumspflege, quasi. Besagten Sticker habe ich am Wochenende entworfen und da ich mit dem Ergebnis recht zufrieden bin, gibt es ihn hier in den gängigsten Größen als Wallpaper zum Download:

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SCHULDIG! – #alpen50, gedruckt.

Im Namen des Dschungelvolkes ergeht folgendes Urteil:

Das ehrenwerte Stammesgericht sieht es als erwiesen an, dass dem Angeklagten, IM Guevara, eine direkte Mittäterschaft am dutzendfachen Baumgenozid zugeschrieben werden kann. Durch seinen Artikel “Tempori aptari decet” in Ausgabe 05/13 der Zeitschrift MotorradABENTEUER hat er wissentlich dazu beigetragen, Indiovölkern ihre Heimat und unbescholtenen Hippies ihre Kuschelgrundlage genommen zu haben. Das Strafmaß hierfür beträgt einen Kasten Krombacher pro abgeholztem Quadratmeter Regenwald auf ex!

Ist schon eigenartig, was einem morgens beim Duschen manchmal so durch den Kopf geht. Dabei wollte ich doch eigentlich nur erzählen, dass es meinen #alpen50 Artikel in der nächsten Ausgabe der MotorradABENTEUER (ab Mittwoch am Kiosk) dann auch in Papierform zu lesen gibt.

Tempori aptari decet. – #alpen50

„Tempori aptari decet.“ schrieb der römische Philosoph Seneca, „Man muss sich der Zeit anpassen.“ Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln.

Altes Eisen, moderne Kommunikation

Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweiradvorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte.

Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke und mindestens ein Pass mit einer Höhe von über 2000 Metern waren das angestrebte Ziel. Genächtigt werden sollte ausschließlich stilecht auf Campingplätzen.

Über Twitter fanden sich schnell weitere Mitstreiter und die Teilnehmerzahl stieg und stieg. Viele sagten zu, anfänglich gepackt vom Feuer der vermeintlichen Sinnlosigkeit der Idee, sprangen später aber wieder ab. Was am Ende übrig blieb war der harte Kern. Die, die es tatsächlich ernst meinten. Von ursprünglich um die 20 gemeldeten Mokicks reduzierte sich die Zahl auf zehn Maschinen. Zehn Maschinen mit einem Gesamtalter von 350 Jahren, welche zusammengenommen weniger Hubraum haben als die meisten modernen Motorräder, die heutzutage aus den Verkaufsräumen der Motorradhändler rollen, einzeln. Die Zeitspanne der Baujahre erstreckte sich vom ältesten Fahrzeug mit Baujahr 1957 bis hin zum feuchten Hightechtraum vieler Schweißband tragender Halbstarker aus dem Jahre 1981.

What could possibly go wrong?

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#alpen50 Trailer

Die letzten Videoschnipsel sind noch keine 24 Stunden alt und schon habe ich hier taufrisch, brandaktuell, neu und super soft, einen kleinen Trailer zur #alpen50 Tour:

[button link=“https://youtube.com/embed/6yDRjMYnvLw“ color=“black“ font=“bold“ size=“large“]Auf YouTube anschauen →[/button]