Rise of the Hipsters – Intermot 2014

Ein Tag auf der Intermot muss nicht zwingend sein wie der kreuzbeladene Gang nach Golgota an einem geschäftigen Sonntagmorgen.

Das ist die Erkenntnis, gezogen aus dem Besuch vom vorletzten Wochenende. Es kommt einfach nur auf die richtige Motivation für den Besuch an: Geht man hin, um sich tatsächlich das Material für nächstes Jahr anzuschauen, brummt einem nach kürzester Zeit messematt der Kopf. Geht man aber hin, um Leute zu treffen, sich skurrile Geschichten aus dem Messealltag anzuhören, Pizza zu essen und Espresso zu trinken, und nimmt lediglich zwischen den einzelnen Stationen fotografisch mit, was einem der Zufall ins Netz treibt, kann die ganze Sache ziemlich entspannt sein.

Die zweite Erkenntnis: Die Hipster sind auf dem Vormarsch! Wo man hinschaut und -hört, Jethelme, Waxcotton Jacken, Bärte und Indie-Folk. — Okay, das war vielleicht ein klein wenig übertrieben. Die Intermot ist noch kein Distinguished Gentleman’s Ride, aber mit zwei Jahren Abstand zum letzten Besuch fällt schon auf, dass sich das Bild gewandelt hat. Die Hersteller haben gemerkt, dass es da eine Gruppe junger (nicht ganz so alter) potentieller Kunden gibt, um die sich niemand zu kümmern scheint. Und da junge Kunden bekanntlich seit Jahren Mangelware sind, wird diese Gruppe nun ganz besonders hofiert, mit dem lässigen Image ungezwungener Deus-Ex-Machina-Surfer-Dude-Coolness vom Band.

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Jezuki TS50 Wallpaper

Da musste man schon krankheitbedingt die Fortsetzung der großartigsten Tour seit Erfindung des motorbetriebenen Zweiradurlaubs verpassen, und dann quält man sich auch noch freiwillig damit, sich in einer lauen Sommernacht am Feuer die Geschichten dazu anzuhören. Selbst schuld.

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Louis der Dickschiffkapitän

Honda Gold Wing F6B, Gold Wing F6C, CTX1300 — Der Kollege der französischen Génération Moto stand mit seiner weißen CTX1300 am Straßenrand und deutete über seine Schulter nach hinten. Ha! Tatsächlich, da stand sie. Etwas in die Jahre gekommen vielleicht, aber egal …

Salut aux amateurs de grosses fesses und herzlich willkommen zum zweiten Teil der Frankreich-Reihe „Louis“. Teil 1 beschäftigte sich mit der französischen Straßenverkehrskultur und dem Rollerfahren bei Dauerregen, Teil 2 nun mit einer Wallfahrt und dem Lenken dreier Honda-Dickschiffe bei Sonnenschein.

Honda Presse-Roadtrip, Südfrankreich. Als fest stand, dass unsere Route von Aix-en-Provence nach St. Tropez führen würde, dem Schauplatz der Filmreihe „Der Gendarm von St. Tropez“, war klar, ich würde dem größten aller Franzosen, dem Maître de la Comédie, Louis de Funès, meinen Tribut zollen. Nur wie? Wieder den Bastkorb mit ausgedruckter Ikone? Das wäre zu plump. Außerdem unpassend, bei allem anderen außer einem Roller. Hm… (tl;dr – Siehe Platz 1)

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Wos host g’sogt? – Alpine MotoSafe

Daaamals! *schnarch* Ja, damals. Von dort stammten die Eindrücke, die für mich lange das Bild vom Rollerfahren geprägt haben: Eine furchtbar quälende Art der Fortbewegung mit viel Drehzahl und Lärm, gleichermaßen fehlendem Vortrieb und einem Fahrverhalten, das die Niedertracht Brutus‘ wie die größte Geste der Ehrlichkeit wirken lässt. Grausam. Aber eben auch ein veraltetes Bild; das hatten mir die Regenschlacht zu Le Mans auf Hondas Integra und die Präsentation von Kawasakis Transformers-Vorfahren J300 gezeigt. Beide Male war es eine andere, viel bessere Erfahrung, als ich vorher erwartet hatte.

Und in dieser Stimmung erreichte mich eine Mail der Firma Alpine, ob ich nicht mal ihre MotoSafe Ohrstöpsel ausprobieren wolle. Ohrstöpsel zum Motorradfahren, etwas, was ich mir aus eigenem Antrieb heraus vermutlich niemals zugelegt hätte. Aber da ich auch nie gedacht hätte, dass es mal jemand schafft einen Roller zu bauen, von dem ich sagen würde, dass er gut fährt … wieso nicht?

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#kibbeling50 Wallpaper

Nach drei Jahren des Darbens sind es nun nicht mehr ganz zwei Monate, bis es endlich so weit ist und die Gang zur Folgetour, der v2.0 des (irgendwie schon bissi) legendären 50-Kubik-Marathons #alpen50 aufbrechen kann, zu #kibbeling50. Das erklärte Ziel: In Holland am Strand stehen und eine Portion Fish’n’Chips Kibbeling auf der Hand haben.

Kibbeling bezeichnet ein niederländisches Fischgericht.

Fischfilet wird in mundgerechte Würfel geschnitten, mit Backteig überzogen und dann frittiert. […] Serviert werden die Fischwürfel mit Knoblauchdip oder einer Remouladensauce, […] häufig auch mit Pommes frites […]
Wikipedia

Und da wir das „schon immer“ so gemacht haben™, wird es auch dieses Mal wieder einen Toursticker geben. Brauchtumspflege, quasi. Besagten Sticker habe ich am Wochenende entworfen und da ich mit dem Ergebnis recht zufrieden bin, gibt es ihn hier in den gängigsten Größen als Wallpaper zum Download:

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