Wos host g’sogt? – Alpine MotoSafe

Daaamals! *schnarch* Ja, damals. Von dort stammten die Eindrücke, die für mich lange das Bild vom Rollerfahren geprägt haben: Eine furchtbar quälende Art der Fortbewegung mit viel Drehzahl und Lärm, gleichermaßen fehlendem Vortrieb und einem Fahrverhalten, das die Niedertracht Brutus‘ wie die größte Geste der Ehrlichkeit wirken lässt. Grausam. Aber eben auch ein veraltetes Bild; das hatten mir die Regenschlacht zu Le Mans auf Hondas Integra und die Präsentation von Kawasakis Transformers-Vorfahren J300 gezeigt. Beide Male war es eine andere, viel bessere Erfahrung, als ich vorher erwartet hatte.

Und in dieser Stimmung erreichte mich eine Mail der Firma Alpine, ob ich nicht mal ihre MotoSafe Ohrstöpsel ausprobieren wolle. Ohrstöpsel zum Motorradfahren, etwas, was ich mir aus eigenem Antrieb heraus vermutlich niemals zugelegt hätte. Aber da ich auch nie gedacht hätte, dass es mal jemand schafft einen Roller zu bauen, von dem ich sagen würde, dass er gut fährt … wieso nicht?

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Louis der Ludenschreck

“Nein!? Doch! Ohhh!” Ich konnte förmlich hören, wie die Worte des Entsetzens über das gerade Erlebte von den Innenseiten seiner Schädeldecke als Echo wiederhallten, während ich mich behände auf der dritten von zwei Spuren am Innenstadtstau vorbeischlängelte. Mit einem Motorrad oder, wie in meinem Fall gerade, einem adäquat motorisierten Roller einen handelsüblichen PKW an der Ampel stehen zu lassen ist zum einen keine große Kunst, und zum anderen reichlich pubertär. Aber was sollte ich machen? Hatte er mich doch durch mehrfaches Hochdrehen des Motors regelkonform dazu herausgefordert. Man möchte ja auch nicht unhöflich sein.

Er, mein “Kontrahent”, saß sonnenstudiogebräunt und mit massigen Silberketten behangen in einem weißen Mercedes Coupe mit übergullideckelgroßen, hochglanzpolierten Felgen und schaute durch seine Ray-Ban Sonnenbrille, die er trotz des diesigen Wetters trug, zu mir herüber. Als fairer Sportsmann klappte ich natürlich das dunkle Visier meines Helms herunter, um mir keinen Vorteil zu verschaffen. Die Ampel schaltete auf grün und der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Ich selbst saß auf einem Honda Integra und war gerade auf dem Weg die Pressemaschine, mit der ich zum MotoGP Gucken in Le Mans war, wieder zurück zu bringen.

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Hey Kumpel, willst du zwei R kaufen?

CBR500R, CB500F, CB1100, MSX125, Goldwing F6B und CBR600RR. Das stand auf dem verknitterten Zettel in meiner Jackentasche, den ich mir für Hondas Pressetage in Weibersbrunn zurechtgekritzelt hatte. Eigentlich war ich ja hier, um möglichst viele der neuen Modelle zu fahren, mir eine Meinung zu bilden und dann, wie die Kollegen, einen Artikel zu schreiben, mit dem Titel „Von Posh bis Sporty Spice, welcher Honda-Typ bist du?“ oder etwas in der Art. Doch wie man sieht, es kam anders.

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