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Hey Kumpel, willst du zwei R kaufen?

CBR500R, CB500F, CB1100, MSX125, Goldwing F6B und CBR600RR. Das stand auf dem verknitterten Zettel in meiner Jackentasche, den ich mir für Hondas Pressetage in Weibersbrunn zurechtgekritzelt hatte. Eigentlich war ich ja hier, um möglichst viele der neuen Modelle zu fahren, mir eine Meinung zu bilden und dann, wie die Kollegen, einen Artikel zu schreiben, mit dem Titel „Von Posh bis Sporty Spice, welcher Honda-Typ bist du?“ oder etwas in der Art. Doch wie man sieht, es kam anders.

Double O Zero – Dirtfinger

London Mainz, Deutschland. Der Nebel durch den wir an diesem Morgen fuhren erinnerte mich doch stark an den dichten kalten Schleier, wie er um diese Jahreszeit auch über der Westminster Bridge liegt und durch den ich schon so oft gefahren bin, wenn ich mal wieder zum Rapport in’s Yard zitiert wurde. Ämm hatte kurzfristig ein zweites Treffen aller MI6 Agenten mit Doppel Null Status einberaumt. Die Mission: Testen des aktuellen Fuhrparks.

Alles im Sack!

Bei uns in der Gegend wird zur Zeit viel gebaut. Die Steuergelder müssen wech, sonst gibt’s nächstes Jahr weniger Geld. Und als ich heute mal wieder fröhlich an einer langen Blechschlange vorbeirollte, die vor einer der Baustellen wartete, dachte ich mir: “So ein Motorrad ist eigentlich schon ein ideales Transportmittel.” Man ist schneller und flexibler, kommt dadurch entspannter an, braucht je nach Maschine und Fahrstil weniger Sprit und als sei das noch nicht genug, ist der eigentliche Akt des Fahrens eines der spaßigsten Dinge, die man legal und angezogen tun kann. Einer der wenigen Kritikpunkte, die man vielleicht anbringen könnte, sind die eingeschränkten Transportfähigkeiten. Wenn man nicht gerade den Komfort einer NC700 mit “Kofferraum” hat, muss man sich schon überlegen, wie man seine Stullen von A nach B bekommt.

OMG, ein wassergekühlter Boxer! – Intermot 2012

Es ja gibt Leute, die können sich tagelang auf Messen aufhalten, treiben so durch die Massen, informieren sich hier und dort und schleppen am Ende einen Kubikmeter Broschüren, Kugelschreiber, Aufkleber und sonstiges Werbezeug mit nach Hause. Das ist nichts für mich. Ich bin einfach kein Messemensch. Aber ich musste mal wieder raus und irgendwas unternehmen, irgendwas mit Motorrädern. Herrn Trölf ging es genauso und da keiner von uns bisher auf der Intermot war, fuhren wir relativ kurzentschlossen dort hin.

Fear and Loathing im Taunus

Mein Name… Raoul Duke, steht auf der Liste, freies Mittagessen, finale Weisheit. Berichterstattung. Ich habe meinen Anwaaaaalt… bei mir. Mir ist klar, dass sein Name nicht auf der Liste ist, aber wir müssen diese Suite haben! Wir müssen diese Suite haben! Und wie sieht’s aus? Was kommt danach? – Fear and Loathing in Las Vegas Genau so kam ich mir vor, mit dem Hotelzimmer, den hypnotisch tanzenden Lichtern und dem uneingeschränkten Zugang zu Buffet und Bar. Wobei… Vielleicht nicht exakt genau so. Einen Anwalt hatte ich nicht mitgebracht, und auch die restliche Szenerie war weit weniger wirr und abgedreht als die des Films. Aber ein klein wenig fühlte ich mich eben doch an Hunter S. Thompson’s legendäre „Berichterstattung“ über das Mint 400 Rennen in der Wüste Nevadas erinnert.

Tempori aptari decet. – #alpen50

„Tempori aptari decet.“ schrieb der römische Philosoph Seneca, „Man muss sich der Zeit anpassen.“ Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln. Altes Eisen, moderne Kommunikation Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweiradvorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte. Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke …