Autor: Alexander

Viva la revolución

Vor geraumer Zeit schon bin ich zu dem Bilderservice gewechselt, den Hipster benutzen, um Fotos von ihrem Essen oder dem Chai Latte mit Sojamilch zu machen, um von unterwegs Schnappschüsse in den Äther der sozialen Netzwerke zu  jagen, zu Instagram. Gesehen hatte ich das ganze zum ersten Mal bei Herrn Trölf, dem Hipsterpapst, und fand es als Lösung eigentlich ganz cool.

Bloody Hippies! – TT 2013

Es war das Wochenende zwischen der Practice und der Race Week. Zusammen mit dem Kollegen Dr. Gleich saß ich im Sefton Hotel am Nick Jefferies Table und wir schwenkten gerade um, von Gin Tonic zu Single Malt Whiskey, während Phillip McCallen auf der kleinen Bühne Anekdoten über seinen ehemaligen Teamkollegen Joey Dunlop zum Besten gab. Wir saßen beim Dinner zum 30 jährigen Jubiläum von Joey’s erstem TT-Sieg auf einer Honda Maschine im Jahre 1983. Nette Menschen und glückliche Umstände hatten dafür gesorgt, dass ich dieses Jahr selbst hier sein konnte, beim Woodstock der Speedfreaks.

SCHULDIG! – #alpen50, gedruckt.

Im Namen des Dschungelvolkes ergeht folgendes Urteil: Das ehrenwerte Stammesgericht sieht es als erwiesen an, dass dem Angeklagten, IM Guevara, eine direkte Mittäterschaft am dutzendfachen Baumgenozid zugeschrieben werden kann. Durch seinen Artikel “Tempori aptari decet” in Ausgabe 05/13 der Zeitschrift MotorradABENTEUER hat er wissentlich dazu beigetragen, Indiovölkern ihre Heimat und unbescholtenen Hippies ihre Kuschelgrundlage genommen zu haben. Das Strafmaß hierfür beträgt einen Kasten Krombacher pro abgeholztem Quadratmeter Regenwald auf ex! Ist schon eigenartig, was einem morgens beim Duschen manchmal so durch den Kopf geht. Dabei wollte ich doch eigentlich nur erzählen, dass es meinen #alpen50 Artikel in der nächsten Ausgabe der MotorradABENTEUER (ab Mittwoch am Kiosk) dann auch in Papierform zu lesen gibt.

Hey Kumpel, willst du zwei R kaufen?

CBR500R, CB500F, CB1100, MSX125, Goldwing F6B und CBR600RR. Das stand auf dem verknitterten Zettel in meiner Jackentasche, den ich mir für Hondas Pressetage in Weibersbrunn zurechtgekritzelt hatte. Eigentlich war ich ja hier, um möglichst viele der neuen Modelle zu fahren, mir eine Meinung zu bilden und dann, wie die Kollegen, einen Artikel zu schreiben, mit dem Titel „Von Posh bis Sporty Spice, welcher Honda-Typ bist du?“ oder etwas in der Art. Doch wie man sieht, es kam anders.

BÄMM, Fugu! – Dainese D-air Street

Die ersten drei Dinge, die mir so spontan zur Firma Dainese einfallen sind deren Logo, Guy Martin und die extrem stylische Samuraikombi. Wobei ich Letztere kenne, weil Vorletzter dafür geworben hat. Aber Airbags? … Eher nicht so. Das liegt zum einen mit Sicherheit daran, dass ich Airbags mehr mit PKW in Verbindung bringe, denn mit Motorradbekleidung, und zum anderen daran, dass ich beim Stichwort Airbag im Kontext Motorrad fast unweigerlich an die Goldwing denken muss. Die hat nämlich auch einen eingebaut. Das ist zwar kein Airbag im eigentlichen Sinn, sondern eine aufblasbare Abschussrampe, die den Fahrer über und nicht gegen den silbernen Opel Astra Kombi von Opa Karlheinz befördern soll, aber der Fakt ist eben ziemlich einprägsam – eine Abschussrampe am Motorrad. Das hat sonst nur noch das Mofa von Kim Jong Un. Wie dem auch sei, jetzt gibt es von Dainese jedenfalls auch Airbags. Zum Anziehen. Und um uns mal anzuschauen, wie das funktioniert und wie man sich als Kugelfisch so fühlt, waren Kollege Trölf und meine Wenigkeit bei Dainese zur Präsentation der D-air …

Double O Zero – Dirtfinger

London Mainz, Deutschland. Der Nebel durch den wir an diesem Morgen fuhren erinnerte mich doch stark an den dichten kalten Schleier, wie er um diese Jahreszeit auch über der Westminster Bridge liegt und durch den ich schon so oft gefahren bin, wenn ich mal wieder zum Rapport in’s Yard zitiert wurde. Ämm hatte kurzfristig ein zweites Treffen aller MI6 Agenten mit Doppel Null Status einberaumt. Die Mission: Testen des aktuellen Fuhrparks.