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Wheelie Days

So. Hier ist er, der zweite Teil des Honda/Wheelie Wochenendes.

Wir hatten uns gerade bei Honda von den anderen Bloggern verabschiedet und waren auf der Landstraße unterwegs Richtung Stuttgart. Autobahn wollten wir uns nicht antun. Ich fuhr mit meinem Oldschool Navi, einer ausgedruckten und auf den Tank geklebten Anfahrtsbeschreibung von Google Maps vorneweg. Navigieren ist bei mir ja ehr ein Glücksspiel. Es klappt mal mehr, mal weniger gut. Diesmal klappte es (wie eigentlich meistens) ehr weniger gut. Gerade mal eine Viertel Stunde unterwegs und schon stimmte irgendwas nicht. Unser nächster Wegpunkt war seit über einem Kilometer überfällig und wollte sich auch nach einem weiteren Kilometer nicht zeigen. Die ersten vier oder fünf Wegpunkte hatten gepasst… Eigenartig. Wir hielten an und berieten uns. Nach einem kurzen Blick auf Marcs Milestone waren wir aber ziemlich schnell auf der B45, auf die wir eigentlich auch wollten. Von hier ab ging es nur noch geradeaus. In Eberbach bog Micha, der zum Suzuki GS Stammtisch nach Karlsruhe weiter wollte rechts, Stephan, Marc und ich links ab und wir schlängelten uns weiter den Neckar entlang. Ich mag die Strecke. Hier bin ich mit Ernie und Bert schonmal langgefahren. Man kommt zügig vorwärts und hat trotzdem eine schöne Kulisse! Kurz vor Stuttgart übernahm ich wieder die Führung. Diesmal klappte es zum Glück etwas besser mit der Navigation und so trudelten wir gegen halb Elf bei Andi und Tanneliese ein, wo auch schon Patrick und Boris auf uns warteten. Die beiden sind mit ihren Fuffies runtergefahren. #alpen50 Testfahrt und so…

Zack! Wach. Meine innere Uhr hatte sich zuverlässig auf den Tourenmodus umgestellt. Wir saßen gestern Abend für unsere Verhältnisse nur noch kurz zusammen; der ereignisreiche Tag forderte seinen Triubut und der Wheelie Kurs sollte auch ziemlich zeitig losgehen.

Beim Frühstück diskutierten wir aus, wie wir denn nun zur neuen Messe kommen würden, schließlich waren wir mit drei Fuffies und drei Motorrädern ein wenig ungleich motorisiert. Wir entschieden uns dafür etwas früher los zu fahren und eine 50er taugliche Strecke zu nehmen, sattelten aber, da gestern wohl irgendwann an Andis RD50 der Zündfunken abgefallen ist, im wahrsten Sinne des Wortes um, und es nahm jeder von uns einen Sozius auf den großen Moppeds mit.

Angekommen waren wir die ersten auf dem großen Parkplatz der neuen Messe. Unser Übungsareal war bereits abgesteckt und Lothar drehte darauf ein paar Runden mit seinem neuen Stuntbike, einer Suzuki Gladius. Wir standen eine Weile staunend daneben und begutachteten anschließend unsere Übungsmaschinen. 250 Kubik Einzylinder Sumos, extra gebaut für das Moto Action Team. Langsam trudelten auch die anderen Teilnehmer ein und wir erledigten schonmal die Formalitäten. Als wir komplett waren teile Lothar uns in zwei Gruppen auf. Es wären zwar genug Moppeds da gewesen, dass alle gleichzeitig hätten fahren können, aber wir würden die Pausen brauchen, meinte er. (Und wie Recht er damit haben sollte! :))

Es ging los mit dem Theorieblock. Lothar erzählte erst einmal, wie es nicht geht. „Es schwirren ja eine ganze Menge Halbweisheiten im Internet herum.“ Danach erklärte er, wie es funktionieren soll und was physikalisch dahinter steckt. Das klang ziemlich einleuchtend. Aber theoretisch verstehen und praktisch umsetzen sind zwei paar Schuhe. Und für einen ersten Versuch der Umsetzung des gerade gelernten gingen alle Mann zum Wheelie Simulator. Eine schwere Konstruktion auf einem Anhänger, die ein wenig aussieht wie ein Rollenprüfstand, auf dem jemand ein Motorrad festgeschraubt hat. Ich ließ den anderen den Vortritt und stieg als letzter auf das Konstrukt. Ich war erstaunt. Es klappte eigentlich recht gut! (Lag bestimmt an der mitlaufenden Kamera! :))

Jetzt ging es an die Motorräder. Die erste Übung bestand darin, im ersten Gang zu fahren, fast bis zum Stillstand herunterzubremsen und dann „Hopp!“ hoch mit dem Vorderrad. Theoretisch das gleiche wie auf dem Simulator. Praktisch wollte es bei mir absolut nicht klappen. Der Teil mit dem Fahren und bis fast zum Stillstand herunterbremsen war natürlich keine wirkliche Herausforderung, aber das Rad! Das verdammte Teil wollte sich einfach nicht vom Boden lösen. Die Gruppen wechselten ein paar Mal durch und als wir zur zweiten Übung kamen, war ich zugegebenermaßen ein wenig frustriert. Gleich bei der ersten Übung kläglich versagt! Die zweite Übung sollten wir aus dem Stand starten, mit beiden Füßen am Boden. Hö?! Das klappte wunderbar! Frisch motiviert lief ich bei der dritten Übung, einer Variation der zweiten Übung, bei der wir den rechten Fuß auf die Raste stellen sollten zu meiner persönlichen Höchstform auf und es fanden endlich auch die Ratschläge Anwendung, was zu tun ist, wenn sich das Rad in der Luft befindet. :)

Stephan nahm zwischendurch immer wieder mal Material für eine neue Folge Mopeten.TV auf. Ich sollte für die Kamera einen Tipp abgeben, wer meiner Meinung nach denn heute die Wheelie Trophäe mit nach Hause nehmen würde. Ich tippte auf Marc. Schließlich hatte er durch seine Größe einen guten Hebel und mit einer 250er Enduro ist er auch vertraut, schließlich fährt er ja eine KLX. Ob ich mit meiner wissenschaftlich fundierten These richtig lag, erfahrt ihr in der nächsten Mopeten.TV Folge! ;)

Andere aus unserer Gruppe waren deutlich besser als ich aber gegen Ende war ich nicht nur ziemlich ausgepowert, sondern eigentlich auch recht zufrieden mit meinen Versuchen. Ich bekam sogar vom Coinstruktor Canico ein Thumbs Up. :) Auch Stephan, Marc, Andi, Ernie und Bert konnte man von Runde zu Runde zuschauen, wie sie besser wurden.

Die Sonne brannte den ganzen Tag schon ganz anständig runter und als Lothar merkte, dass die Kondition bei allen so langsam nachließ, machten wir Schluss. Es war auch wirklich genug! Nach der feierlichen Verleihung der Wheelie Trophäe machten wir uns wieder auf den Rückweg und entschädigten uns für die ganze Plackerei mit ein paar richtig leckeren Burgern und kühlen Bier im „Eimer“. Der Abend war ein würdiger Abschluss für diesen Tag.

Wir durften noch einmal die Gastfreundschaft von Andi und Tanneliese genießen und machten uns am nächsten Tag, so gegen Mittag, auf den Rückweg. Wir fuhren die gleiche Strecke am Neckar entlang, wie wir sie auf dem Hinweg auch genommen hatten. Nach einem letzten gemeinsamen Stopp mit Mittagessen in der Burg Hornberg (Hui! Die Preise!) klemmte sich Stephan direkt auf die Autobahn. Marc fuhr noch ein Stück mit mir, um sich möglichst wenige Autobahnkilometer antun zu müssen. Ab Babenhausen war ich allerdings wieder alleine unterwegs und kurze Zeit später auch schon wieder zu Hause. Ein absolut geniales Wochenende! :)

Und nochmal ein ganz dickes Dankeschön an Andi und Tanni, die uns so fürstlich umsorgt haben! :)

Zu den Artikeln und Fotos von Marc und dem Herrn Trölf geht es hier entlang:

Nachtrag:

Die Mopeten.TV Folge Nummer 51 ist online. Mit dem amtlichen Endergebnis! ;)

2 Kommentare

  1. Schöner Bericht! Interessant das Lothar mit einer Gladius Wheelies fährt, sagt man doch dem Suzuki V2 nach, dass er bei sowas Probleme mit der Ölschmierung hätte! Wobei Chris Pfeiffer ja auch mal SV gefahren ist.

    • Danke! :)

      Zum Thema „Welche Maschine eignet sich zum Wheelen“ meinte Lothar, dass es ginge die Gladius dafür zu nehmen. Man müsse nur deutlich mehr Öl einfüllen.

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