#touratien – Kroatien Tour 2010

Mittwoch, 14. Juli – Die Mülldeponie

Beli (Kroatien) – Martinšćica (Kroatien)

Bis auf die sanitären Einrichtungen… Patrick hat sie mit „Kategorie Rock am Ring“ beschrieben. Und damit lag er gar nicht so falsch. Etwas besser waren sie zwar schon, aber dennoch, schön ist anders. Von den Typen, die Nachts ein kleines Autorennen auf dem Campingplatz veranstaltet hatten, habe ich zum Glück nichts mitbekommen.

Als die Zeche bezahlt war und wir unsere Habseligkeiten auf den Motorrädern verstaut hatten sind wir losgezogen um den schönsten Campingplatz unserer Tour anzusteuern, den Campingplatz Slatina in Martinšćica. Terrassenförmig angelegt, mit einzelnen, von Sträuchern umgebenen Parzellen und natürlich direkt am Meer gelegen merkt man ihm gar nicht an, dass der Campingplatz von seinen Ausmaßen her gar nicht so viel kleiner ist, als die mir so verhassten Touristenlager in Istrien. In der Glut der Mittagshitze bauten wir unsere Zelte auf und kamen zu dem Schluss, für heute genug Strecke gemacht zu haben. Wir nahmen uns quasi dem Rest des Tages frei, mit all den lästigen Konsequenzen, die sich daraus ergaben. (Nichts tun, sonnen, im Meer schwimmen und andere Dinge, mit denen sich Familie, Freunde und Bekannte zu Hause jetzt nicht rumschlagen mussten.) Den restlichen Mittag verdöste ich, da es im Zelt viel zu heiß war, im Schatten der CX. Als die Nachmittagssonne so weit herumgekommen war, dass mir die Güllepumpe keinen ausreichenden Schatten mehr spenden konnte, drehte ich noch eine kleine Runde und erkundete ein wenig die Umgebung.

Tags darauf machten wir uns daran, bis an den südlichsten Zipfel der Insel zu fahren. Die ersten Kilometer zeigten ein für uns mittlerweile schon vertrautes Bild. Pinien und Zypressen säumten den Weg, von der Fahrbahn abgegrenzt durch kleine Mauern aus Lavastein. In den Bäumen saßen Zikaden, die zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Töne von sich gaben. Doch irgendwann änderte sich die Landschaft. Erst tauchten ein paar schrottige Garagen, dann eine gammelige Backpackerabsteige am Rand der einspurigen Straße auf. Ziemlich unansehnlich. Doch getoppt wurde das ganze durch den Gestank und den Anblick einer kleinen Müllhalde. Unbeirrbar fuhren wir weiter. Als wir die Müllkippe bereits einige Kilometer hinter uns gelassen hatten kamen wir schließlich am Ende der Insel an. Es war traumhaft! Türkis schimmerndes Meer in einer kleinen Bucht aus weißem Kies. Fast schon karibisch.

Zurück am Campingplatz überlegten wir beim abendlichen Drink, ob wir noch nicht noch einen Tag länger hier bleiben sollten, beschlossen aber schließlich doch morgen weiter zu ziehen und dafür lieber einen Tag länger an der Küstenstraße zu verbringen.

8 Gedanken zu „#touratien – Kroatien Tour 2010“

  1. Hach!

    Naechstes Jahr ist bei mir auch wieder was laengeres mit einem einspurigen Gefaehrt faellig. Ob muskelbetrieben oder mit der bockigen Innviertlerin steht noch nicht fest.

    Danke, sowas zu lesen motiviert :-)

  2. Sehr schöner Bericht und tolle Bilder. Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, ihn zu lesen. Ich hoffe ja auch nächstes Jahr und die 50er Tour. Das wird bestimmt auch spaßig. :)

  3. Wow, wirklich echt toller Reisebericht und die Fotos fangen die Stimmung der kroatischen Landschaft wirklich super ein.

    Jedem der die Tour machen will kann ich jedoch empfeheln sich ein wenig mehr Zeit zunehmen und noch weiter südlich runter zu fahren bis nach Dubrovnik. Landschaft und Stadt lohnen sich sehr.

    Grüße

    1. @Steffen: Danke! :)

      Wir wollten eigentlich auch länger bleiben, aber Kroatien war deutlich teurer, als wir angenommen hatten und uns ging die Kohle aus. :) (Okay, wir ließen es uns aber auch gut gehen.)

      Aber da uns Slowenien so gut gefallen hat und wir auch nicht in Bosnien waren, waren wir uns eigentlich einig der Ecke der Welt ohnehin nochmal einen Besuch abstatten zu müssen. :)

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