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#touratien – Kroatien Tour 2010

Dienstag, 13. Juli – Ungeahnte Fähigkeiten

Poreč (Kroatien) – Beli (Kroatien)

Nichts wie weg hier! Wir bauten die Zelte ab, berappten, was wir dem Betreiber „schuldig“ waren und brummten los, weiter Richtung Süden. Die Halbinsel Kamenjak war unser erster Anlaufpunkt. Dort gibt es einen tollen Strand, den man nur über einige Kilometer Schotterstraße erreicht. Für die Benutzung der Straße wird eine kleine Maut, irgendwo in der Gegend von um die 2€ erhoben, die wohl mehr dafür sorgen soll, dass die Leute nicht in Scharen dort einfallen und sich aufführen wie Sau, als dass es Geld in die Kasse bringt.

Der Abschnitt war für die Gülle und mich die erste gemeinsame Schotter Erfahrung. Wie ich mir das schon gedacht hatte, schlug sie sich wacker. Selbst das allerletzte Stück, bis direkt an den Strand sind wir gefahren. „Was für ’ne scheiß Idee!“ ging mir durch den Kopf, als ich das Eisenschwein den zerfurchten Abhang hinunter steuerte. Das alte japanische Wackelfahrwerk war an seinen Grenzen. Kein Wunder, der Streckenabschnitt hatte lose Steine, Schotter, Sand und Stufen von bis zu 15 Zentimetern zu bieten. Und das ganze im Gefälle. Dafür wurde die Gülle nun wahrlich nicht gebaut. Aber wir kamen heil unten an und ich war schon ein klein wenig stolz. Auf uns beide! Die Strecke wieder retour war bedeutend einfacher.

Damit die ganze Plackerei nicht für umsonst war sprangen wir mal kurz ins Meer und genehmigten uns danach ein paar unglaublich gute, hausgemachte Eistees in der Safari Bar. Die Bar ist wirklich sehenswert! Sie steht mitten im meterhohen Schilf, die Tische und Bänke sind aus grob zurecht gesägten Baumstämmen. Das ganze hat einen sehr starken Hippie-/Aussteigercharme.

Jetzt führte unsere Route das erste Mal Richtung Norden. Wir steuerten den Hafen Brestova an, wo wir mit der Fähre unseren ersten Inselsprung machten. Unser Ziel Porinza erreichten wir nach etwa einer Dreiviertel Stunde. Von dort aus ging es über traumhafte kleine Sträßchen weiter Richtung Osten, wieder der Küste und damit unserem Nachtlager für heute entgegen.

Der Campingplatz hier in Beli hat das Motto Hippies/Aussteiger gut fortgesetzt. Hier saßen Leute im Kreis, spielten Gitarre, sagen dazu und spielende Kinder sind uns bei der Einfahrt hinterhergerannt und haben Blödsinn gemacht. Als die Zelte standen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu dem kleinen rustikalen Fischrestaurant, an dem wir auf dem Hinweg vorbeigefahren waren. Fünfzehn Minuten recht steil bergauf waren nach einem ganzen Tag im Sattel bei brütender Hitze zwar nochmal ein kleiner Gewaltakt, aber einer der sich mehr als gelohnt hat! Wir saßen unter dem Vordach des Restaurants, aus den Lautsprechern klang Bob Marley (ein komplettes Album!) und bei einem kühlen Bier studierten wir die Speisekarte. Ein weiteres Bier später stand dann eine Platte von einem Dreiviertel Meter Länge auf unserem Tisch. Brasse und gegrillter Tintenfisch. Nach so einem Tag schmeckt wahrscheinlich fast alles gut, aber das Essen hier war wirklich zum Niederknien. Nach dem Essen gab es noch einen leckeren Schnaps auf’s Haus nach welchem wir uns wieder auf den Rückweg machten. Glücklich und ausgepowert saßen wir bei einem Gute Nacht Bier in den Eingängen unserer Zelte. Eigentlich ganz nett hier…

8 Kommentare

  1. kinderstampfer sagt

    Hach!

    Naechstes Jahr ist bei mir auch wieder was laengeres mit einem einspurigen Gefaehrt faellig. Ob muskelbetrieben oder mit der bockigen Innviertlerin steht noch nicht fest.

    Danke, sowas zu lesen motiviert :-)

  2. Sehr schöner Bericht und tolle Bilder. Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, ihn zu lesen. Ich hoffe ja auch nächstes Jahr und die 50er Tour. Das wird bestimmt auch spaßig. :)

  3. Wow, wirklich echt toller Reisebericht und die Fotos fangen die Stimmung der kroatischen Landschaft wirklich super ein.

    Jedem der die Tour machen will kann ich jedoch empfeheln sich ein wenig mehr Zeit zunehmen und noch weiter südlich runter zu fahren bis nach Dubrovnik. Landschaft und Stadt lohnen sich sehr.

    Grüße

    • @Steffen: Danke! :)

      Wir wollten eigentlich auch länger bleiben, aber Kroatien war deutlich teurer, als wir angenommen hatten und uns ging die Kohle aus. :) (Okay, wir ließen es uns aber auch gut gehen.)

      Aber da uns Slowenien so gut gefallen hat und wir auch nicht in Bosnien waren, waren wir uns eigentlich einig der Ecke der Welt ohnehin nochmal einen Besuch abstatten zu müssen. :)

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