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#touratien – Kroatien Tour 2010

Sonntag, 11. Juli – Déjà-vu auf der Passstraße

Saalfelden (Österreich) – Gemona del Friuli (Italien)

Unsere gestrige Gondelei war doch ganz schön anstrengend. Entsprechend wurde es heute etwas später, bis wir los kamen. Zudem musste ich nach dem Frühstück noch den Gepäckträger der CX teilweise zerlegen, da ich aus Versehen die Gepäckbrücke aus ihren Steckverbindungen gezogen hatte.

Bei super Wetter nahmen wir die heutige Etappe in Angriff. Und die hatte es in sich! Das erste Highlight des Tages sollte die Großglockner Hochalpenstraße werden. Als wir am Fuße der Passstraße in einer kleinen Parkbucht standen und sich vor uns die Autos stauten, war ich allerdings noch nicht sonderlich begeistert von der Idee 18€ dafür zu bezahlen, um hinter einer Dose dieses grandiose Stück Strecke hochzuckeln zu müssen. Allerdings hatten wir keine wirkliche Alternative. Die Ausweichroute hätte einen Umweg von 200km bedeutet. Das musste auch nicht unbedingt sein. Ich hoffte einfach darauf, dass die Straße ähnlich ausgebaut war wie die Schwarzwaldhochstraße und es genug Überholmöglichkeiten geben würde. So war es dann zum Glück auch. (Aber ganz ehrlich, rausgerissen hat es der Aufkleber, den es zum Ticket dazu gab. ;))

Nach dem Frühsport statteten wir der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im Nationalpark Hohe Tauern einen Besuch ab. Vom einstigen Gletscher ist zwar nicht mehr wirklich viel übrig, aber die Furche, die er im Fels hinterlassen hat war wirklich beeindruckend und ließ erahnen, welche Massen sich hier mal talwärts bewegt haben müssen.

Je weiter wir uns unseren Weg Richtung Italien bahnten, desto dusterer wurde es über unseren Helmen. Also lieber mal vorsichtshalber die Regenausrüstung anlegen. Das erwies sich schon kurz darauf als eine ausserordentlich kluge Entscheidung, denn als wir den Plöckenpass mit seinen Tunnelspitzkehren durchfuhren schüttete es plötzlich wie aus Kübeln. Dazu gab es auch noch Nebel und Kopfsteinpflaster. (Ich glaube zumindest, dass es Kopfsteinpflaster war, das konnte man bei dem Wetter nicht so genau erkennen.) Die ganze Situation kam mir auf sonderbare Weise bekannt vor

Mittlerweile wurde das Land wieder flacher und es war an der Zeit für uns die Augen nach einer Unterkunft offen zu halten. Doch diese waren hier recht rar gesät. Wir fanden schließlich eine in Gemona del Friuli, aber ich war nicht wirklich überzeugt. Der Campingplatz sah bei diesem diesigen Schmuddelwetter nicht besonders einladend aus. Ich musste aber auch einsehen, dass es keinen Sinn mehr hatte jetzt noch weiter zu fahren. Außerdem hat uns die Wirtin angeboten uns noch zwei Teller Spaghetti zu machen, wie soll man sowas denn ablehnen?

8 Kommentare

  1. kinderstampfer sagt

    Hach!

    Naechstes Jahr ist bei mir auch wieder was laengeres mit einem einspurigen Gefaehrt faellig. Ob muskelbetrieben oder mit der bockigen Innviertlerin steht noch nicht fest.

    Danke, sowas zu lesen motiviert :-)

  2. Sehr schöner Bericht und tolle Bilder. Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, ihn zu lesen. Ich hoffe ja auch nächstes Jahr und die 50er Tour. Das wird bestimmt auch spaßig. :)

  3. Wow, wirklich echt toller Reisebericht und die Fotos fangen die Stimmung der kroatischen Landschaft wirklich super ein.

    Jedem der die Tour machen will kann ich jedoch empfeheln sich ein wenig mehr Zeit zunehmen und noch weiter südlich runter zu fahren bis nach Dubrovnik. Landschaft und Stadt lohnen sich sehr.

    Grüße

    • @Steffen: Danke! :)

      Wir wollten eigentlich auch länger bleiben, aber Kroatien war deutlich teurer, als wir angenommen hatten und uns ging die Kohle aus. :) (Okay, wir ließen es uns aber auch gut gehen.)

      Aber da uns Slowenien so gut gefallen hat und wir auch nicht in Bosnien waren, waren wir uns eigentlich einig der Ecke der Welt ohnehin nochmal einen Besuch abstatten zu müssen. :)

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