Alle Artikel mit dem Schlagwort: Yamaha

Rise of the Hipsters – Intermot 2014

Ein Tag auf der Intermot muss nicht zwingend sein wie der kreuzbeladene Gang nach Golgota an einem geschäftigen Sonntagmorgen. Das ist die Erkenntnis, gezogen aus dem Besuch vom vorletzten Wochenende. Es kommt einfach nur auf die richtige Motivation für den Besuch an: Geht man hin, um sich tatsächlich das Material für nächstes Jahr anzuschauen, brummt einem nach kürzester Zeit messematt der Kopf. Geht man aber hin, um Leute zu treffen, sich skurrile Geschichten aus dem Messealltag anzuhören, Pizza zu essen und Espresso zu trinken, und nimmt lediglich zwischen den einzelnen Stationen fotografisch mit, was einem der Zufall ins Netz treibt, kann die ganze Sache ziemlich entspannt sein. Die zweite Erkenntnis: Die Hipster sind auf dem Vormarsch! Wo man hinschaut und -hört, Jethelme, Waxcotton Jacken, Bärte und Indie-Folk. — Okay, das war vielleicht ein klein wenig übertrieben. Die Intermot ist noch kein Distinguished Gentleman’s Ride, aber mit zwei Jahren Abstand zum letzten Besuch fällt schon auf, dass sich das Bild gewandelt hat. Die Hersteller haben gemerkt, dass es da eine Gruppe junger (nicht ganz so alter) …

Bescherung – Fuffierennen

Die Weihnachtszeit ist, wie man weiß, die Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Deshalb möchte ich mit einem andächtigen, leise rieselnden Zitat von Metzelers Uwe Geyer einleiten, mit welchem er damals versuchte, Herrn Trölf und mich auf die Nordschleife vorzubereiten, und welches sich mir erst im August des aktuell ausklingenden Jahres wirklich erschließen sollte: „Das war wie Krieg!“ (Kontext Rennfahren) Zu verdanken habe ich dieses Verständnis den Herren Trölf und Zimmermann, die sich aufgrund gekränkten Schrauberstolzes binnen dreier Sätze zu einem Rennen hochgeschaukelt hatten. Ich bot mich an als offizieller Zeitnahmeinspektor und Dokumentarfilmer und habe nun hier, frisch aus dem Apfelbräter, die fertig bearbeiteten Aufnahmen zu dem Rennsportereignis des Jahres 2013. Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Tempori aptari decet. – #alpen50

„Tempori aptari decet.“ schrieb der römische Philosoph Seneca, „Man muss sich der Zeit anpassen.“ Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln. Altes Eisen, moderne Kommunikation Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweiradvorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte. Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke …

#twiceland Tourstart

Schon wieder Bewegtbildinhalte! Das wird wohl langsam zu so einer Art Manie… Heute Morgen sind die Kollegen Ernie Trölf und Captain Kutze mit den Moppeds nach Island aufgebrochen. Da Fünf Uhr ohnehin meine Uhrzeit ist *ähäm*, habe ich bei den beiden Mal vorbeigeschaut um ihnen eine gute Fahrt zu wünschen und die Abfahrt dokumentarisch festzuhalten. Wie üblich kann die Tour per Twitter mitverfolgt werden. Zu finden unter dem Hashtag #twiceland. (Zumindest soweit es Stromversorgung und Netzabdeckung zulassen.) Also denn: Gute Fahrt, die Herren!

Neues Mopped und Touratech Travel Event

Seit Ende letzten Jahres war ich schon auf der Suche nach einer Tourenmaschine. Ich hörte mich im Freundes- und Bekanntenkreis um und durchforstete die einschlägigen Online-Plattformen, aber es ergab sich nichts. Entweder hatten die Maschinen zu viele Kilometer drauf, waren zu teuer, zu verbastelt, zu verranzt oder alles auf einmal. Am Samstag vor einer Woche stieß ich in mobile.de dann zufällig auf eine Honda CX500. Sie war Baujahr 83, hatte knapp über 42000km auf der Uhr, war (quasi) aus erster Hand, hatte noch relativ neue Reifen und einen Koffersatz mit dabei. Eigentlich suchte ich ja, nachdem ich ein paar Mal mit der Trölfschen Ténéré durch die Gegend bollern durfte, eine Reiseenduro und kein Utensil zur Fäkaltankentleerung, aber die Maschine hatte einen gewissen Charme. Außerdem sind die CX500 Motoren bekanntermaßen sehr robust und mit dem Kardanantrieb bestens zum Touren geeignet. Nachdem ich mich in einigen Foren und auf Fanseiten über die Technik und eventuelle Schwachstellen informiert hatte, rief ich den Verkäufer an und machte noch für den gleichen Tag einen Besichtigungstermin aus.