Alle Artikel mit dem Schlagwort: Vespa

Bescherung – Fuffierennen

Die Weihnachtszeit ist, wie man weiß, die Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Deshalb möchte ich mit einem andächtigen, leise rieselnden Zitat von Metzelers Uwe Geyer einleiten, mit welchem er damals versuchte, Herrn Trölf und mich auf die Nordschleife vorzubereiten, und welches sich mir erst im August des aktuell ausklingenden Jahres wirklich erschließen sollte: „Das war wie Krieg!“ (Kontext Rennfahren) Zu verdanken habe ich dieses Verständnis den Herren Trölf und Zimmermann, die sich aufgrund gekränkten Schrauberstolzes binnen dreier Sätze zu einem Rennen hochgeschaukelt hatten. Ich bot mich an als offizieller Zeitnahmeinspektor und Dokumentarfilmer und habe nun hier, frisch aus dem Apfelbräter, die fertig bearbeiteten Aufnahmen zu dem Rennsportereignis des Jahres 2013. Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Tempori aptari decet. – #alpen50

„Tempori aptari decet.“ schrieb der römische Philosoph Seneca, „Man muss sich der Zeit anpassen.“ Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln. Altes Eisen, moderne Kommunikation Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweiradvorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte. Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke …