Alle Artikel mit dem Schlagwort: Suzuki

Folge dem grünen Zombie, Alice. – Liebster Award

Das Wunderland war kaum wieder zu erkennen. Dichter grüner Nebel hüllte es ein, die kümmerlichen Überreste der einst in allen nur erdenklichen Farben schimmernden Flora vermoderten in schlackig braunen Tümpeln und über dieser Einöde aus Vergessen und Verfall lag der erdrückende Gestank von Fäulnis. Furchterregende, halb verweste Gestalten schlurften ungelenk umher, den trüben Blick ins Leere gerichtet – Zombies! Im vergessenen Tal hatten seit jeher einige Textleichen gelegen – allerdings nie in einer erwähnenswerten Anzahl. Als nun aber die echte Welt zuletzt gerufen hatte, brach das Chaos los und man fand sie plötzlich überall; sie stapelten sich in hohen Türmen und eigentlich ist es ein Wunder, dass die unausweichliche Infektion so lange auf sich hatte warten lassen … Aber egal! Diesen unheiligen Kreaturen würde es nun an den Kragen gehen – einer … nach … der … anderen. Tja, und den Anfang macht dieser Zombie hier, ein noch relativ frisches Exemplar: Kollege K. hat mich für den „Liebster Award“ nominiert. Dieser „Award“ ist so etwas wie die legale Variante des Schneeballsystems mit dem schmierige Typen normalerweise …

Rise of the Hipsters – Intermot 2014

Ein Tag auf der Intermot muss nicht zwingend sein wie der kreuzbeladene Gang nach Golgota an einem geschäftigen Sonntagmorgen. Das ist die Erkenntnis, gezogen aus dem Besuch vom vorletzten Wochenende. Es kommt einfach nur auf die richtige Motivation für den Besuch an: Geht man hin, um sich tatsächlich das Material für nächstes Jahr anzuschauen, brummt einem nach kürzester Zeit messematt der Kopf. Geht man aber hin, um Leute zu treffen, sich skurrile Geschichten aus dem Messealltag anzuhören, Pizza zu essen und Espresso zu trinken, und nimmt lediglich zwischen den einzelnen Stationen fotografisch mit, was einem der Zufall ins Netz treibt, kann die ganze Sache ziemlich entspannt sein. Die zweite Erkenntnis: Die Hipster sind auf dem Vormarsch! Wo man hinschaut und -hört, Jethelme, Waxcotton Jacken, Bärte und Indie-Folk. — Okay, das war vielleicht ein klein wenig übertrieben. Die Intermot ist noch kein Distinguished Gentleman’s Ride, aber mit zwei Jahren Abstand zum letzten Besuch fällt schon auf, dass sich das Bild gewandelt hat. Die Hersteller haben gemerkt, dass es da eine Gruppe junger (nicht ganz so alter) …

Tempori aptari decet. – #alpen50

„Tempori aptari decet.“ schrieb der römische Philosoph Seneca, „Man muss sich der Zeit anpassen.“ Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln. Altes Eisen, moderne Kommunikation Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweiradvorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte. Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke …

#twiceland Tourstart

Schon wieder Bewegtbildinhalte! Das wird wohl langsam zu so einer Art Manie… Heute Morgen sind die Kollegen Ernie Trölf und Captain Kutze mit den Moppeds nach Island aufgebrochen. Da Fünf Uhr ohnehin meine Uhrzeit ist *ähäm*, habe ich bei den beiden Mal vorbeigeschaut um ihnen eine gute Fahrt zu wünschen und die Abfahrt dokumentarisch festzuhalten. Wie üblich kann die Tour per Twitter mitverfolgt werden. Zu finden unter dem Hashtag #twiceland. (Zumindest soweit es Stromversorgung und Netzabdeckung zulassen.) Also denn: Gute Fahrt, die Herren!

Reisevortrag „Oman – Island“ im Café „Alte Schule“

Island konnte ich bisher nicht wirklich viel abgewinnen. Kalt und nass ist es dort und Nachts wird es nicht vernünftig dunkel. Wunderschön mit Sicherheit, aber irgendwie nicht so mein Ding. Mich zieht es ehr dahin, wo es heiß und trocken ist und Nachts dunkel. Aber wie gesagt, bestimmt schön anzuschauen. Und um eben das zu tun (und weil Patrick und Micha im Sommer dort hin wollen), sind wir vor drei Wochen in das Café Alte Schule im Bergischen Land gebrummt. Dort zeigte Erik Peters, Moppedreisender und Author, den Vortrag zu seiner letzten Reise, Oman – Island.