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Rise of the Hipsters – Intermot 2014

Ein Tag auf der Intermot muss nicht zwingend sein wie der kreuzbeladene Gang nach Golgota an einem geschäftigen Sonntagmorgen. Das ist die Erkenntnis, gezogen aus dem Besuch vom vorletzten Wochenende. Es kommt einfach nur auf die richtige Motivation für den Besuch an: Geht man hin, um sich tatsächlich das Material für nächstes Jahr anzuschauen, brummt einem nach kürzester Zeit messematt der Kopf. Geht man aber hin, um Leute zu treffen, sich skurrile Geschichten aus dem Messealltag anzuhören, Pizza zu essen und Espresso zu trinken, und nimmt lediglich zwischen den einzelnen Stationen fotografisch mit, was einem der Zufall ins Netz treibt, kann die ganze Sache ziemlich entspannt sein. Die zweite Erkenntnis: Die Hipster sind auf dem Vormarsch! Wo man hinschaut und -hört, Jethelme, Waxcotton Jacken, Bärte und Indie-Folk. — Okay, das war vielleicht ein klein wenig übertrieben. Die Intermot ist noch kein Distinguished Gentleman’s Ride, aber mit zwei Jahren Abstand zum letzten Besuch fällt schon auf, dass sich das Bild gewandelt hat. Die Hersteller haben gemerkt, dass es da eine Gruppe junger (nicht ganz so alter) …

OMG, ein wassergekühlter Boxer! – Intermot 2012

Es ja gibt Leute, die können sich tagelang auf Messen aufhalten, treiben so durch die Massen, informieren sich hier und dort und schleppen am Ende einen Kubikmeter Broschüren, Kugelschreiber, Aufkleber und sonstiges Werbezeug mit nach Hause. Das ist nichts für mich. Ich bin einfach kein Messemensch. Aber ich musste mal wieder raus und irgendwas unternehmen, irgendwas mit Motorrädern. Herrn Trölf ging es genauso und da keiner von uns bisher auf der Intermot war, fuhren wir relativ kurzentschlossen dort hin.

Neues Mopped und Touratech Travel Event

Seit Ende letzten Jahres war ich schon auf der Suche nach einer Tourenmaschine. Ich hörte mich im Freundes- und Bekanntenkreis um und durchforstete die einschlägigen Online-Plattformen, aber es ergab sich nichts. Entweder hatten die Maschinen zu viele Kilometer drauf, waren zu teuer, zu verbastelt, zu verranzt oder alles auf einmal. Am Samstag vor einer Woche stieß ich in mobile.de dann zufällig auf eine Honda CX500. Sie war Baujahr 83, hatte knapp über 42000km auf der Uhr, war (quasi) aus erster Hand, hatte noch relativ neue Reifen und einen Koffersatz mit dabei. Eigentlich suchte ich ja, nachdem ich ein paar Mal mit der Trölfschen Ténéré durch die Gegend bollern durfte, eine Reiseenduro und kein Utensil zur Fäkaltankentleerung, aber die Maschine hatte einen gewissen Charme. Außerdem sind die CX500 Motoren bekanntermaßen sehr robust und mit dem Kardanantrieb bestens zum Touren geeignet. Nachdem ich mich in einigen Foren und auf Fanseiten über die Technik und eventuelle Schwachstellen informiert hatte, rief ich den Verkäufer an und machte noch für den gleichen Tag einen Besichtigungstermin aus.