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Daimotojin – Eigenheiten der japanischen Motorradkultur

Das Internet ist ein Kuriositätenkabinett. Man schlendert staunend von einem Raum in den nächsten, kommt vom Hundertsten ins Tausendste, und ehe man sichs versieht, findet man sich in einem Gespräch wieder, in dessen Verlauf man feststellt, dass das über die Zeit auf YouTube angesammelte Wissen – wenn man es denn so nennen möchte – über die Eigenheiten der japanischen Motorradkultur einen als ziemlichen Nerd dastehen lässt. Hier einige Belege dafür: Moto Gymkhana — Wider die Physik! Dank der Videos, die einen sprachlos und demütig zurücklassen, ist Moto Gymkhana mittlerweile wohl auch bei uns relativ bekannt. Ähnliche Geschicklichkeitssportarten haben sich über die Jahrzehnte zwar auch in anderen Ländern entwickelt, aber bisher habe ich nichts gesehen, was den Japanern ebenbürtig wäre – die Komplexität der Kurslayouts und die Geschwindigkeit und Präzision mit der die Top-Fahrer dieses abarbeiten sind außerirdisch. Gimmicks am Lenker — MEHR VON ALLEM! Navi, Smartphone, Ladebuchse, Armbanduhr, Getränkehalter – es gehört scheinbar zum guten Ton eines jeden japanischen Kradlers eine frei wählbare Konfiguration dieser oder weiterer Gegenstände am Lenker montiert zu haben. Für Details …

Geschaut: Sayonara Speed Tribes

Gleich vorneweg: jetzt wird’s speziell. Was folgt ist eine kurze Rezension des Films Sayonara Speed Tribes, einer Indie-Doku über die japanische Subkultur der Bosozoku – Nippons ureigener Form der Motorradgang. Seit ich 2011 das erste mal von dieser Dokumentation Wind bekommen habe – kurz nach Ende der Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter müsste das gewesen sein -, hatte ich stets ein halb waches Auge auf ihren Fortschritt. Fertiggestellt wurde sie 2012 und vorerst nur als DVD vertrieben. Seit Anfang August gibt es nun endlich auch eine Download- (6,99 USD) und eine Streaming-Variante (2,99 USD).

Bigger than Hitchcock – Webvideopreis #SRodw

Heimlich, still und leise hat der SEO-Versteher Trölf unser kollaboratives Werk, das SR500 Odenwaldbollern, für den Deutschen Webvideopreis 2014, den „Oscar der Generation YouTube“, wie der Stern ihn nannte (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nun schmeichelnd oder beleidigend ist), in der Kategorie „Action“ eingereicht. Mein Anteil an der Produktion war dabei relativ überschaubar: ich war lediglich Kameramann, Fahrer des Transportfahrzeugs und Geber unqualifizierter Regieanweisungen, auf die ohnehin niemand gehört hat. Den Löwenanteil Drehbuch, Regie und Schnitt erbrachten die Trölf-Studios. Nachdem das Video die erste Phase der Abstimmungshürden überstanden hatte, nahm die ganze Geschichte langsam Fahrt auf; Motomenschen schauten, klickten und teilten, was dazu führte, dass die seit heute unter dem Video stehende Platzierung „Rang: 2“ anzeigt. Feist! … Überraschend. Aber noch nicht genug! Wer also für mehr Wheelies, BRAAAP! und Nonsense beim Deutschen Webvideopreis ist, möge bitte hier klicken:

Bescherung – Fuffierennen

Die Weihnachtszeit ist, wie man weiß, die Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Deshalb möchte ich mit einem andächtigen, leise rieselnden Zitat von Metzelers Uwe Geyer einleiten, mit welchem er damals versuchte, Herrn Trölf und mich auf die Nordschleife vorzubereiten, und welches sich mir erst im August des aktuell ausklingenden Jahres wirklich erschließen sollte: „Das war wie Krieg!“ (Kontext Rennfahren) Zu verdanken habe ich dieses Verständnis den Herren Trölf und Zimmermann, die sich aufgrund gekränkten Schrauberstolzes binnen dreier Sätze zu einem Rennen hochgeschaukelt hatten. Ich bot mich an als offizieller Zeitnahmeinspektor und Dokumentarfilmer und habe nun hier, frisch aus dem Apfelbräter, die fertig bearbeiteten Aufnahmen zu dem Rennsportereignis des Jahres 2013. Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Deal mit dem SEO-Versteher – #SRodw

Als Freizeitschreiberling mit einer Seite wie dieser hier, umschwirren einen immer mal wieder, in unregelmäßigen Abständen Anfragen, ob man nicht irgendwelche Produkte testen möchte, um anschließend darüber zu schreiben, an einem Linktausch interessiert wäre, oder seine Seele für einen „Gastbeitrag“ (aka schlecht versteckte, dem Leser als eigener Artikel vorgegaukelte Werbung) hergeben würde, welcher sein Gewicht tausendfach – Ach, was erzähle ich? – millionenfach in Gold wert ist. Wenig Interessantes, viel Mumpitz. Anfang Juli bekam ich allerdings eine eMail von einem, wie er sich selbst bezeichnete, „SEO-Versteher„, die interessant klang:

#twiceland Tourstart

Schon wieder Bewegtbildinhalte! Das wird wohl langsam zu so einer Art Manie… Heute Morgen sind die Kollegen Ernie Trölf und Captain Kutze mit den Moppeds nach Island aufgebrochen. Da Fünf Uhr ohnehin meine Uhrzeit ist *ähäm*, habe ich bei den beiden Mal vorbeigeschaut um ihnen eine gute Fahrt zu wünschen und die Abfahrt dokumentarisch festzuhalten. Wie üblich kann die Tour per Twitter mitverfolgt werden. Zu finden unter dem Hashtag #twiceland. (Zumindest soweit es Stromversorgung und Netzabdeckung zulassen.) Also denn: Gute Fahrt, die Herren!