Alle Artikel in: Unterwegs

Double O Zero – Dirtfinger

London Mainz, Deutschland. Der Nebel durch den wir an diesem Morgen fuhren erinnerte mich doch stark an den dichten kalten Schleier, wie er um diese Jahreszeit auch über der Westminster Bridge liegt und durch den ich schon so oft gefahren bin, wenn ich mal wieder zum Rapport in’s Yard zitiert wurde. Ämm hatte kurzfristig ein zweites Treffen aller MI6 Agenten mit Doppel Null Status einberaumt. Die Mission: Testen des aktuellen Fuhrparks.

OMG, ein wassergekühlter Boxer! – Intermot 2012

Es ja gibt Leute, die können sich tagelang auf Messen aufhalten, treiben so durch die Massen, informieren sich hier und dort und schleppen am Ende einen Kubikmeter Broschüren, Kugelschreiber, Aufkleber und sonstiges Werbezeug mit nach Hause. Das ist nichts für mich. Ich bin einfach kein Messemensch. Aber ich musste mal wieder raus und irgendwas unternehmen, irgendwas mit Motorrädern. Herrn Trölf ging es genauso und da keiner von uns bisher auf der Intermot war, fuhren wir relativ kurzentschlossen dort hin.

Piston Pin und der Asphaltmagnetreifen der grünen Hölle

Glaubt man dem gemeinen Grantler, war früher alles besser. Die Sommer waren wärmer, die Winter weißer, der Himmel blauer und Bier stets Freibier. So wundert es einen auch nicht, dass früher viel spannendere Dinge passiert sind. Nehmen wir zum Beispiel mal das Jahr 1927. In diesem Jahr gelingt Charles Lindbergh als erstem Menschen die Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung. In Schweden rollt der erste Volvo vom Band. Die britische Armee schafft die Lanze als offizielle Gefechtswaffe ab und irgendwo ist in China mit Sicherheit auch ein Sack Reis umgefallen. Und in Deutschland? Da stampft man für 8,1 Millionen Reichsmark in der Eifel eine Rennstrecke aus dem Boden, welche als eine der gefährlichsten und sagenumwobensten Rennstrecken der Welt in die Geschichte eingehen sollte, die Nordschleife. In den vergangenen 85 Jahren war die „grüne Hölle“ immer wieder Schauplatz von Dramen und Triumphen, Geburtsort von Helden und Mythen. Und genau hier, inmitten all dieser Rennsporthistorie, die über der Nordschleife liegt, wie der kühle Eifelnebel am Morgen, fanden sich die beiden Protagonisten dieser Geschichte …

Fear and Loathing im Taunus

Mein Name… Raoul Duke, steht auf der Liste, freies Mittagessen, finale Weisheit. Berichterstattung. Ich habe meinen Anwaaaaalt… bei mir. Mir ist klar, dass sein Name nicht auf der Liste ist, aber wir müssen diese Suite haben! Wir müssen diese Suite haben! Und wie sieht’s aus? Was kommt danach? – Fear and Loathing in Las Vegas Genau so kam ich mir vor, mit dem Hotelzimmer, den hypnotisch tanzenden Lichtern und dem uneingeschränkten Zugang zu Buffet und Bar. Wobei… Vielleicht nicht exakt genau so. Einen Anwalt hatte ich nicht mitgebracht, und auch die restliche Szenerie war weit weniger wirr und abgedreht als die des Films. Aber ein klein wenig fühlte ich mich eben doch an Hunter S. Thompson’s legendäre „Berichterstattung“ über das Mint 400 Rennen in der Wüste Nevadas erinnert.

Tempori aptari decet. – #alpen50

„Tempori aptari decet.“ schrieb der römische Philosoph Seneca, „Man muss sich der Zeit anpassen.“ Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln. Altes Eisen, moderne Kommunikation Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweiradvorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte. Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke …

#cti11 – Unterwegs

Gleich geht es wieder nach Imola, zum SBK Rennen. Deswegen nur kurz: Eigentlich hatte ich vor, weshalb ich auch mein MacBook mit mir herumschleppe, die Erlebnisse unserer Countdown to Imola Tour jeden Abend frisch zu verbloggen. Der Gedanke war, angesichts unseres straffen Programms und der vielen Action, die wir unterwegs haben, etwas zu optimistisch. Ich notiere mir Abends nur ein paar Stichpunkte, Gedanken und Eindrücke, und schreibe dann einen schön ausführlichen Artikel, wenn ich wieder zu Hause bin.

T-14 Tage! Countdown to Imola

Was hat er denn jetzt schon wieder für einen Anfall, der Fidel Castro für Arme? Keinen, liebe Genossen! Ich freue mich lediglich auf eine spannende, bisher unter Verschluss gehaltene Tour! Es müsste Ende Juli/Anfang August gewesen sein, als ich einen Anruf von Oliver Franz, dem neuen PR Referenten für die Motorradsparte bei Honda Deutschland bekam, der mich fragte, ob ich Zeit und Lust hätte ein bisschen zu Touren. Man hätte sich da bei Honda etwas ausgedacht. Mehr als den Zeitraum (22. – 26. September) und den Namen der Tour, Countdown to Imola, konnte er mir allerdings noch nicht nennen. Alles noch Top Secret. War klar, dass ich da zusagen musste und da ich gebeten wurde, meinen Teil dazu beizutragen, dass der Status „Top Secret“ noch eine Weile erhalten bliebe, hielt ich meinen Mund und wartete gespannt, was da wohl auf mich zukommen würde.