Monate: Dezember 2013

Bescherung – Fuffierennen

Die Weihnachtszeit ist, wie man weiß, die Zeit der Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Deshalb möchte ich mit einem andächtigen, leise rieselnden Zitat von Metzelers Uwe Geyer einleiten, mit welchem er damals versuchte, Herrn Trölf und mich auf die Nordschleife vorzubereiten, und welches sich mir erst im August des aktuell ausklingenden Jahres wirklich erschließen sollte: „Das war wie Krieg!“ (Kontext Rennfahren) Zu verdanken habe ich dieses Verständnis den Herren Trölf und Zimmermann, die sich aufgrund gekränkten Schrauberstolzes binnen dreier Sätze zu einem Rennen hochgeschaukelt hatten. Ich bot mich an als offizieller Zeitnahmeinspektor und Dokumentarfilmer und habe nun hier, frisch aus dem Apfelbräter, die fertig bearbeiteten Aufnahmen zu dem Rennsportereignis des Jahres 2013. Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Louis der Ludenschreck

“Nein!? Doch! Ohhh!” Ich konnte förmlich hören, wie die Worte des Entsetzens über das gerade Erlebte von den Innenseiten seiner Schädeldecke als Echo wiederhallten, während ich mich behände auf der dritten von zwei Spuren am Innenstadtstau vorbeischlängelte. Mit einem Motorrad oder, wie in meinem Fall gerade, einem adäquat motorisierten Roller einen handelsüblichen PKW an der Ampel stehen zu lassen ist zum einen keine große Kunst, und zum anderen reichlich pubertär. Aber was sollte ich machen? Hatte er mich doch durch mehrfaches Hochdrehen des Motors regelkonform dazu herausgefordert. Man möchte ja auch nicht unhöflich sein. Er, mein “Kontrahent”, saß sonnenstudiogebräunt und mit massigen Silberketten behangen in einem weißen Mercedes Coupe mit übergullideckelgroßen, hochglanzpolierten Felgen und schaute durch seine Ray-Ban Sonnenbrille, die er trotz des diesigen Wetters trug, zu mir herüber. Als fairer Sportsmann klappte ich natürlich das dunkle Visier meines Helms herunter, um mir keinen Vorteil zu verschaffen. Die Ampel schaltete auf grün und der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Ich selbst saß auf einem Honda Integra und war gerade auf dem Weg …