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Viva la revolución

Vor geraumer Zeit schon bin ich zu dem Bilderservice gewechselt, den Hipster benutzen, um Fotos von ihrem Essen oder dem Chai Latte mit Sojamilch zu machen, um von unterwegs Schnappschüsse in den Äther der sozialen Netzwerke zu  jagen, zu Instagram. Gesehen hatte ich das ganze zum ersten Mal bei Herrn Trölf, dem Hipsterpapst, und fand es als Lösung eigentlich ganz cool.

Einige Zeit später wurde Instagram von Facebook gekauft. Die erste Amtshandlung des neuen Besitzers war es, die AGB dahingehend zu ändern, dass die User jegliche Verwertungsrechte an Facebook abtreten. Digitale Zwangsprostitution quasi. Das fand ich dann irgendwie nicht mehr so cool.

Der Meinung war auch John Saddington, dachte sich Pressgram aus, finanzierte es durch crowdfunding (wie es auch Genosse Gleich zur Zeit mit seinem Buch „Gottes Mörder“ versucht – unterstützen!) und veröffentlichte die iOS App schließlich vor ziemlich genau einem Monat kostenlos für jeden.

Pressgram, wie der Name schon vermuten lässt, macht genau das Gleiche, wie Instagram. Das heisst: Fotos schießen, einen Filter darüber legen und mit Kommentar versehen auf verschiedenen Wegen online teilen. Mit einem großen Unterschied: Die Fotos landen nicht auf den Servern irgendeines Großkonzerns, sondern auf meinem eigenen WordPress Blog.

Ich habe Pressgram jetzt seit gut zwei Wochen installiert und ein paar Fotos online gestellt. Hier und da findet man noch einen kleinen Bug, aber nichts, was das Programm unbenutzbar machen würde.

Nach einem großartigen Abend mit der Gang entdeckte ich letzte Woche, dass Discover Pressgram die Weekend Challenge #4 – Cars gestartet hatte. Erste Reaktion: „Meh. Autos.“ Zweite Reaktion: „@DiscoverPress Next up a motorcycle challenge? Pressgram definitely needs more motorcyclists! #dpmoto #pressgram #challenge“ So kam der Stein ins Rollen und jetzt gibt es die Weekend Challenge #5 – Motorcycles.

Und nun: Flutet #dpmoto!

PS: Pressgram gibt es momentan nur für iOS Devices. Eine Version für Android ist aber in Planung!

PPS: Herr Trölf ist eigentlich gar kein Hipster.

8 Kommentare

  1. Alles selber machen ist zwar lobens- und erstrebenswert, aber gerade auf Twitter und bei den diversen Clients ist die Vorschaufunktion der Bilder bei solchen Lösungen ja leider nicht funktionsfähig (jaja, das Instagram-Gerümpel wird ja im offiziellen Twitter-Client auch nicht angezeigt :P ).

    • Stimmt. Man kann in Pressgram allerdings einstellen, dass das Foto außer auf dem eigenen Blog auch noch zu Twitter (oder Facebook, weitere Plattformen in Planung) hochgeladen wird. Dann hat man wieder eine Vorschau. Man hat dann aber auch zwei Links und das Bild landet wieder irgendwo anders.

      Keine Vorschau zu haben ist für mich nur ein kleiner Komfortverlust, den ich bereit bin einzugehen. Außerdem kann man mit einer treffenden Bildbeschreibung und einem schlanken Theme die „UX“ schon so gestalten, dass es sich nicht anfühlt, als hätte man einarmig ein Ikea Regal ohne Anleitung und Werkzeug zusammengebaut.

      Wenn Pressgram mal eine entsprechende Verbreitung gefunden hat, gibt es bestimmt auch eine Vorschau in den Clients.

  2. Schon komfortabel, so Dienste – aber mich nervt’s zu sehr, wenn mein halbes Blog plötzlich broken images hat oder mein digitales Tagebuch (wenn’s nur in dem Dienst zur Verfügung steht und nicht ins Blog wandert) plötzlich weg ist, wenn so ein Anbieter mal wieder die Grätsche macht… Darum bei mir lieber alles auf dem eigenen Server…

    Und was ich noch sagen wollte: Schickes Theme, das.

    Gruss aus Köln!

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