Monate: Juni 2012

Piston Pin und der Asphaltmagnetreifen der grünen Hölle

Glaubt man dem gemeinen Grantler, war früher alles besser. Die Sommer waren wärmer, die Winter weißer, der Himmel blauer und Bier stets Freibier. So wundert es einen auch nicht, dass früher viel spannendere Dinge passiert sind. Nehmen wir zum Beispiel mal das Jahr 1927. In diesem Jahr gelingt Charles Lindbergh als erstem Menschen die Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung. In Schweden rollt der erste Volvo vom Band. Die britische Armee schafft die Lanze als offizielle Gefechtswaffe ab und irgendwo ist in China mit Sicherheit auch ein Sack Reis umgefallen. Und in Deutschland? Da stampft man für 8,1 Millionen Reichsmark in der Eifel eine Rennstrecke aus dem Boden, welche als eine der gefährlichsten und sagenumwobensten Rennstrecken der Welt in die Geschichte eingehen sollte, die Nordschleife. In den vergangenen 85 Jahren war die „grüne Hölle“ immer wieder Schauplatz von Dramen und Triumphen, Geburtsort von Helden und Mythen. Und genau hier, inmitten all dieser Rennsporthistorie, die über der Nordschleife liegt, wie der kühle Eifelnebel am Morgen, fanden sich die beiden Protagonisten dieser Geschichte …