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Reisevortrag „Oman – Island“ im Café „Alte Schule“

Island konnte ich bisher nicht wirklich viel abgewinnen. Kalt und nass ist es dort und Nachts wird es nicht vernünftig dunkel. Wunderschön mit Sicherheit, aber irgendwie nicht so mein Ding. Mich zieht es ehr dahin, wo es heiß und trocken ist und Nachts dunkel.

Aber wie gesagt, bestimmt schön anzuschauen. Und um eben das zu tun (und weil Patrick und Micha im Sommer dort hin wollen), sind wir vor drei Wochen in das Café Alte Schule im Bergischen Land gebrummt. Dort zeigte Erik Peters, Moppedreisender und Author, den Vortrag zu seiner letzten Reise, Oman – Island.

Bestens vorbereitet hatte ich meine Koffer schon am Vorabend gepackt und bereitgestellt, so dass ich sie heute nur noch an die Gülle schnallen und losbollern musste. Ein kurzes Stück Autobahn hatte ich zu nehmen, bevor ich nach einer viertel Stunde schon an der Tankstelle stand, wo ich mich mit Patrick verabredet hatte. Nach einer Weile hörte ich auch schon den Einzylinder der Ténéré angeblubbert kommen. Ein schnelles Red Bull und es ging direkt weiter, Micha aufsammeln.

Bei ihm angekommen konnte ich auch endlich Mal seine Suzuki DR350 live bestaunen, die er sich extra für die Island Tour zugelegt hatte. Tolles Teil, mit Alukoffern und Safari Tank.

Jetzt, da wir soweit komplett waren, konnten wir die Strecke in Angriff nehmen, die Micha rausgesucht hatte. Komplett über Landstraße ins Bergische Land. Wir fuhren los und ich schmunzelte noch, dass bei den beiden Einzylinder Enduros vor mir beim Abtouren immer kleine Wölkchen aus dem Auspuff aufstiegen, als Michas DR plötzlich anfing zu qualmen wie ein Kartoffelfeuer. Wir rollten in eine Bushaltestelle und inspizierten die Maschine. Die Suzuki hatte massiven Ölverlust. Bei laufendem Motor sprudelte irgendwo am Zylinderkopf das Öl wie bei einem Bohrturm nur so heraus.

Micha war (verständlicher Weise) ganz schön am Fluchen, aber für solche Fälle hat der Mann von Welt schließlich eine Zweitmaschine. Als die DR neben einem Fußballplatz geparkt war, schnallte ich die Koffer von der Güllepumpe ab und fuhr mit Micha zurück, seine Katana holen.

Uns wurde zwar langsam die Zeit knapp, aber auch das konnte uns nicht dazu bewegen die Landstraße zu verlassen. Eine paar Minuten nach Vortragsbeginn kamen wir am Café an. Marc und seine Diesel Enfield waren auch schon da. Wir schlichen uns in den Vortragsraum, lauschten den Anekdoten von Erik und seinem Kumpel Carsten und in meinem Kopf manifestierten sich plötzlich Bilder einer Güllepumpe mit Stollenreifen und Scramblerauspuff… Vielleicht ist es gar nicht so kalt und nass dort…

Nach dem Vortrag saßen wir noch mit Erik und Carsten zusammen und unsere Island Division holte sich Streckentipps ab, während wir uns ein paar richtig leckere Cheeseburger und Bier gönnten.

Als Erik und Carsten aufgebrochen waren stellten wir unsere Zelte auf, machten ein Lagerfeuer und ließen einen tollen Tag, der mit einer Panne begann, auch mit einer Panne ausklingen.

Am nächsten Tag wurden wir von dröhnenden Motoren geweckt. Der Parkplatz des Café füllt sich am frühen Samstag Sonntag Vormittag wohl immer mit richtig tollen Klassikern. Nach einem anständigem Frühstück, bestehend aus Rührei und Speck, schlenderten wir noch ein paar Mal über den Platz, bauten unsere Zelte ab, verabschiedeten uns und traten die Rückreise an.

Bleibt mir eigentlich nur noch den Herrn Trölf zu zitieren:

Ein feiner, erster Campingausflug 2011!

– Ernie Trölf

Jep! Und das Café Alte Schule kann ich wirklich empfehlen! Ich wünschte sowas gäbe es bei uns in der Gegend auch!

7 Kommentare

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  2. Bis auf ein paar kleine Hemmnisse, auf die ich nicht weiter eingehen möchte, ein wunderbares Wochenenende. ;)

    Aber Alex: Sonntag morgen kamen die Moppeds. ;)

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  5. Schöne Bilder! Vor allem das Nummernschild „Alte Schule“ – passend. :) Wieviele Leute wart ihr denn auf dem Treffen?

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