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Und er fliegt doch!

Nach zwei Wochen sah man sie kaum noch, meine grellgelben und purpurnen Flecken.

Am Sonntag, dem 26. September machte ich an der Maschine meines Dads einen kleinen Service. Ventile einstellen, Steuerkette spannen, etc. Wie sich das für einen amtlichen Hobbyschrauber gehört, machte ich anschließend natürlich auch eine kleine Testfahrt. Diese wurde allerdings nach noch nicht einmal einem Kilometer jäh von einem, von einer Fahranfängerin auf meinem Fahrstreifen abgestellten Ford Fiesta beendet. Die Idee sich für diesen denkbar ungünstigen „Parkplatz“ zu entscheiden hatte sie, als ich vielleicht zwei Meter von ihr entfernt auf der vorfahrtberechtigten Hauptstraße daher kam. Zu knapp. Als die Fingermuskeln gerade im Begriff waren zu kontrahieren, hatte mich die Physik auch schon meines fahrbaren Untersatzes beraubt und ich befand mich im freien Flug über dem Fiesta. Einige Meter vom Kleinwagen entfernt ging ich nach einem 270° Frontflip schließlich mit wenig Grazie zu Boden.

Ich rappelte mich wieder auf und machte einen kurzen Check:

  • Alles noch dran? – Jop.
  • Alles noch beweglich? – Jop.
  • Verschwommene Sicht, Schwindel, Übelkeit? – Nö.

Puh! Das sah doch gar nicht mal so schlecht aus.

Das gleiche konnte man von der armen CB leider nicht behaupten. Die Standrohre waren verbogen, das rechte Tauchrohr sogar gebrochen, der Lenker schief, Auspuffanlage und Blinker hatten auch einen mitbekommen. Benzin und Gabelöl liefen aus und ich stellte die Maschine erst einmal auf den Hauptständer.

Zwischenzeitlich waren auch schon einige Helfer und Zeugen herbeigeeilt, die auch schon die Polizei alarmiert hatten. Diese rief kurze Zeit auf dem Handy des einen Zeugen an und wollte mich sprechen: „Hallo. Wir haben zur Zeit leider kein Fahrzeug für sie frei, aber wenn sie sich noch eine halbe Stunde gedulden könnten, dann würden wir jemanden vorbei schicken.“ Das klang wie der Anruf eines Callcenters. „Ja gut, dann warte ich.“

Im Gegensatz zu Terminabsprachen mit Callcentern waren die Beamten allerdings wirklich nach einer halben Stunde vor Ort und nahmen den Unfall auf.

Als die Feuerwehr die Öl- und Benzinflecken beseitigt, und die Maschine auf den Gehsteig gewuchtet hatte, war das ganze Spektakel endlich vorbei.

Resümee:

  • Ich hatte ein paar Schürfwunden und zwei ziemlich saftige Prellungen an den Oberschenkeln, die ich mir zuzog, als ich beim Abflug am Lenker hängen blieb. Ich konnte die nächsten Tage Treppen nur rückwärts runtergehen, aber bis auf ein paar Narben ist sonst nichts zurück geblieben.
  • Das Mopped wurde als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft und wird jetzt wieder aufgebaut.
  • Das Mädel hatte ihren Fauxpas gleich eingesehen und das so auch zu Protokoll gegeben. Auch mit der Versicherung gab es keine Probleme. Der Personen- und Sachschaden wurde wirklich fair bewertet.

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