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#touratien – Kroatien Tour 2010

Geschafft. Es hat zwar weit über zwei Monate gedauert, aber hier ist er endlich, mein #touratien Reisebericht.

Freitag, 09. Juli – Ein kurzer Ritt

Zu Hause -> Handwaschpastenranch

„Stimmt, das ist eigentlich die bessere Idee!“ twitterte ich zu Patrick als er vorschlug, ich solle doch Freitag Abend schon in die Handwaschpastenranch kommen. So wäre ich zum Tourstart fit und ausgeruht und wäre nicht in aller Herrgottsfrühe schon eine Stunde unterwegs; schließlich sollte es so früh wie möglich losgehen.

Die Arbeit hielt mich heute ziemlich auf und so konnte ich erst gegen halb Neun Abends die bereitstehenden Koffer an die Güllepumpe schnallen und losblubbern.

Den Weg zur HWP-Ranch bin ich mittlerweile oft genug gefahren, um auch mit meinen nicht sonderlich ausgeprägten koordinativen Fähigkeiten hin zu finden, ohne mich zu verfahren. Dass ich mich an diesem Abend dennoch verfahren habe lag meines Erachtens nach nicht an mir, sondern der unzulänglichen Beschilderung dieser beschissenen Baustelle, die sich über zig Kilometer zieht und vermutlich bereits von den Kelten errichtet wurde um die einfallenden römischen Eroberer in den Wahnsinn zu treiben.

Zu Beginn der Baustelle zweigt sich die Fahrbahn auf, in einen auf 60 begrenzten, mit ein paar ziemlich fiesen Buckeln versehenen Fahrstreifen rechts und einen auf 80 begrenzten Fahrstreifen links, mit dem wunderbarsten neuen Asphalt, den man sich nur wünschen kann.

Bisher benutzte ich immer den rechten Fahrstreifen, schlicht aus Gewohnheit. Als ich aber das letzte mal hier langgefahren bin, um mit Ernie und Bert zum Butzengrillen der Twitterkollegen zu fahren, meißelte mir das neue, harte Fahrwerk meiner Suzuki folgende Notiz förmlich ein: „Nimm … das nächste Mal … die linke Spur!“ Der geistigen Notiz folgend entging mir, was auf dem kleinen Schild am Beginn der Gabelung geschrieben stand. Sinngemäß sagte es: „Du willst nicht links fahren.“ Hätte dieses bescheuerte Schild eine angemessene Größe gehabt und nicht die eines Serviertabletts hätte ich nicht bis kurz vor Darmstadt durchfahren und dort drehen müssen, denn natürlich nahm ich die besser ausgebaute linke Spur.

Gegen viertel vor Zehn traf ich endlich in der HWP-Ranch ein. Es wurde schon langsam dunkel, aber ich hatte Glück und im Grill war noch genug Glut um mir ein paar leckere Spieße zu grillen, für die ich auch sehr dankbar war, hatte ich doch den ganzen Tag über noch nichts gegessen. Der Abend endete damit, dass wir unsere Telefone mit einer Übersetzungssoftware Deutsch <> Kroatisch bestückten. In die Favoritenliste schafften es Lebensretter wie z. B.: „Du bist sehr hübsch!“, „Ich bin ein Delphin Trainer.“, „Sprechen Sie Deutsch?“ oder auch „Bitte noch zwei Gläser Bier.“ Das würde uns mehr als nur einmal den Hintern retten, da waren wir uns sicher.

8 Kommentare

  1. kinderstampfer sagt

    Hach!

    Naechstes Jahr ist bei mir auch wieder was laengeres mit einem einspurigen Gefaehrt faellig. Ob muskelbetrieben oder mit der bockigen Innviertlerin steht noch nicht fest.

    Danke, sowas zu lesen motiviert :-)

  2. Sehr schöner Bericht und tolle Bilder. Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, ihn zu lesen. Ich hoffe ja auch nächstes Jahr und die 50er Tour. Das wird bestimmt auch spaßig. :)

  3. Wow, wirklich echt toller Reisebericht und die Fotos fangen die Stimmung der kroatischen Landschaft wirklich super ein.

    Jedem der die Tour machen will kann ich jedoch empfeheln sich ein wenig mehr Zeit zunehmen und noch weiter südlich runter zu fahren bis nach Dubrovnik. Landschaft und Stadt lohnen sich sehr.

    Grüße

    • @Steffen: Danke! :)

      Wir wollten eigentlich auch länger bleiben, aber Kroatien war deutlich teurer, als wir angenommen hatten und uns ging die Kohle aus. :) (Okay, wir ließen es uns aber auch gut gehen.)

      Aber da uns Slowenien so gut gefallen hat und wir auch nicht in Bosnien waren, waren wir uns eigentlich einig der Ecke der Welt ohnehin nochmal einen Besuch abstatten zu müssen. :)

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