Fotos, Unterwegs
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Dieburger Dreiecksrennen 2009

Heute waren Patrick und ich beim Dreiecksrennen in Dieburg. Ich bin so gegen 12:30 losgefahren und habe nur widerwillig, aber aufgrund der schon recht fortgeschrittenen Uhrzeit die Autobahn genommen, was mich mit 40 Minuten fast doppelt so schnell nach Darmstadt brachte, wie die Landstraße. Die Abfahrt, die ich genommen hatte brachte mich zwar fast direkt an die Stadtkurs, allerdings war ich weit ab vom Motorradparkplatz und dem Fahrerlager, wo ich mich mit Patrick verabredet hatte. Ich machte also kehrt, und fuhr einmal halb um die Rennstrecke herum. Der Polizist, der die Strecke absicherte winkte mich und ein paar andere Motorradfahrer durch die Absperrung und ich konnte direkt hinter einer kleinen Kirche in direkter Nähe zur Strecke parken.

Ich kaufte meine Eintrittskarte, und schlenderte direkt Richtung Fahrerlager. Ich konnte Patrick nirgends entdecken, also rief ich ihn kurz an. Nach einem kurzen „Servus, wo bist du denn?“ – „Im Fahrerlager.“ sah ich ihn auch schon auf mich zukommen. Da es noch eine ganze Weile dauerte, bis die Rennen starten würden liefen wir erst einmal durch das Fahrerlager um ein paar Bilder zu knipsen. Es war die Hölle los und wir verloren uns auch gleich wieder. So streifte ich alleine herum und bewunderte die Maschinen.

Dieburger Dreiecksrennen 2009 - 01Nach einer Weile trafen wir uns dann wieder am Eingang des Fahrerlagers. Ich wollte mal vor an die Strecke, aber Patrick meinte, er wolle noch schnell den Anhänger fotografieren. „Hö? Welchen Anhänger?“ – „Da vorne!“

Der Anhänger war ein aufgesägtes Bierfass, welches mit Rückleuchten, einem Gepäcknetz und Stoßdämpfern ausgerüstet an einer Suzuki RV 50 hing. Zufälligerweise stand auch gerade der Erbauer des Anhängers dabei und wir konnten ein wenig quatschen. Der gute Mann war mit dem Anhänger sogar beim TÜV und hat sich eine Freigabe dafür geholt, die er uns auch ganz stolz, mit dem Kommentar „Die fanden das so lustig, die wollten nichtmal Geld haben.“ präsentierte.

Eine Durchsage verkündete, dass die Rennen um Viertel nach Zwei starten würden. Wir hatten also immernoch eine dreiviertel Stunde Zeit. Und da sich langsam Unterhopfung und Hunger breit machten besuchten wir die Essensstände. Die Vergabe der Rindswürste ging rasend schnell, innerhalb einer halben Minute waren wir bedient. Ganz anders sah es beim Bierstand aus. Für ein recht schales 0,3er Bier stand ich mir 10 Minuten die Beine in den Bauch. Endlich bedient belagerten wir einen Stehtisch und redeten ein wenig Benzin. Dabei erzählte Patrick, dass er sich einen Denzel gekauft hatte, er bald wieder in die Alpen fahren würde und dass er schon ziemlich ausgereifte Pläne für die nächste Twitaly Tour hätte. Der Virus hatte ihn voll erwischt.

Ziemlich pünktlich um viertel nach Zwei fuhren alle Fahrzeuge zu einer Vorstellungsrunde auf den Ring. Wir versuchten einen Platz direkt an der Boxengasse zu ergattern, was sich als ziemlich albernes Unterfangen herausstellte. Vor uns waren bestimmt 3 Reihen Menschen und es ging weder vor noch zurück. Nachdem alle Fahrzeuge auf der Strecke waren lockerte sich die Menschenmasse etwas und wir konnten uns wieder befreien und liefen die Strecke entlang um uns einen etwas weniger überlaufenen Platz zu suchen. Diesen fanden wir auch in einer Kurve am Ende einer langen Geraden, wo wir dann auch das komplette Rennen über blieben.

Der etwas planlos und unmotiviert wirkende Streckenposten wies uns und die Leute um uns herum darauf hin, dass dieser Streckenabschnitt eine Gefahrenzone sei und wir einen Meter zurückgehen sollten. Wir kamen der Aufforderung natürlich nach, auch wenn uns nicht ganz klar war, was das Ändern würde. Schließlich würden die 30cm hohen und 30cm tiefen Heuballen ein abfliegendes Motorrad wohl kaum großartig abbremsen. Hinter den Heuballen standen zwar noch Metallgitter, aber auch die hatten einem „Ausflügler“ nicht wirklich etwas entgegen zu setzen, was wir im 3. Lauf live erleben „durften“, als 5m von uns ein älterer Herr mit seiner Maschine einschlug. Ihm ist zum Glück nichts weiter passiert und er konnte die Unfallstelle zu Fuß verlassen. Auch seine Maschine zeigte bis auf ein verbogenes Schutzblech und ein paar Kratzer keine größeren Schäden.

Nach dem Vierten und letzten Lauf, dem Lauf der Gespanne machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg.

Alles in allem fand ich das Dieburger Dreiecksrennen eine wirklich tolle Veranstaltung, welche mit 2€ Eintritt auch noch einen sehr fairen Preis hatte. Es waren zwar nicht so viele Exoten und „Prominente“ vertreten, wie z.B. in Schotten. Dafür ist die Veranstaltung auch nicht so überlaufen und vor allem nicht so lang, denn wenn man einen ganzen Tag lang in der prallen Sonne herumlatscht schlaucht das doch schon ganz schön.

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