BÄMM, Fugu! – Dainese D-air Street

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Die ersten drei Dinge, die mir so spontan zur Firma Dainese einfallen sind deren Logo, Guy Martin und die extrem stylische Samuraikombi. Wobei ich letztere kenne, weil vorletzter dafür geworben hat. Aber Airbags? … Eher nicht so.

Das liegt zum einen mit Sicherheit daran, dass ich Airbags mehr mit PKW in Verbindung bringe, denn mit Motorradbekleidung, und zum anderen daran, dass ich beim Stichwort Airbag im Kontext Motorrad fast unweigerlich an die Goldwing denken muss. Die hat nämlich auch einen eingebaut. Das ist zwar kein Airbag im eigentlichen Sinn, sondern eine aufblasbare Abschussrampe, die den Fahrer über und nicht gegen den silbernen Opel Astra Kombi von Opa Karlheinz befördern soll, aber der Fakt ist eben ziemlich einprägsam – eine Abschussrampe am Motorrad. Das hat sonst nur noch das Mofa von Kim Jong Un.

Wie dem auch sei, jetzt gibt es von Dainese jedenfalls auch Airbags. Zum Anziehen. Und um uns mal anzuschauen, wie das funktioniert und wie man sich als Kugelfisch so fühlt, waren Kollege Trölf und meine Wenigkeit bei Dainese zur Präsentation der D-air Street Kollektion.

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Double O Zero – Dirtfinger

London Mainz, Deutschland. Der Nebel durch den wir an diesem Morgen fuhren erinnerte mich doch stark an den dichten kalten Schleier, wie er um diese Jahreszeit auch über der Westminster Bridge liegt und durch den ich schon so oft gefahren bin, wenn ich mal wieder zum Rapport in’s Yard zitiert wurde. Ämm hatte kurzfristig ein zweites Treffen aller MI6 Agenten mit Doppel Null Status einberaumt. Die Mission: Testen des aktuellen Fuhrparks.

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Alles im Sack!

Bei uns in der Gegend wird zur Zeit viel gebaut. Die Steuergelder müssen wech, sonst gibt’s nächstes Jahr weniger Geld. Und als ich heute mal wieder fröhlich an einer langen Blechschlange vorbeirollte, die vor einer der Baustellen wartete, dachte ich mir: “So ein Motorrad ist eigentlich schon ein ideales Transportmittel.” Man ist schneller und flexibler, kommt dadurch entspannter an, braucht je nach Maschine und Fahrstil weniger Sprit und als sei das noch nicht genug, ist der eigentliche Akt des Fahrens eines der spaßigsten Dinge, die man legal und angezogen tun kann. Einer der wenigen Kritikpunkte, die man vielleicht anbringen könnte, sind die eingeschränkten Transportfähigkeiten. Wenn man nicht gerade den Komfort einer NC700 mit “Kofferraum” hat, muss man sich schon überlegen, wie man seine Stullen von A nach B bekommt.

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OMG, ein wassergekühlter Boxer! – Intermot 2012

Es ja gibt Leute, die können sich tagelang auf Messen aufhalten, treiben so durch die Massen, informieren sich hier und da und schleppen am Ende einen Kubikmeter Broschüren, Kugelschreiber, Aufkleber und sonstiges Werbezeug mit nach Hause. Das ist nichts für mich. Ich bin einfach kein Messemensch. Aber ich musste mal wieder raus und irgendwas unternehmen, irgendwas mit Motorrädern. Herrn Trölf ging es genauso und da keiner von uns bisher auf der Intermot war, fuhren wir relativ kurzentschlossen dort hin.

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Piston Pin und der Asphaltmagnetreifen der grünen Hölle

Glaubt man dem gemeinen Grantler, war früher ja alles besser. Die Sommer waren wärmer, die Winter weißer, der Himmel blauer und das Bier stets Freibier. So wundert es einen auch nicht groß, dass früher auch viel spannendere Dinge passiert sind. Nehmen wir zum Beispiel mal das Jahr 1927. In diesem Jahr gelingt Charles Lindbergh als erstem Menschen die Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung. In Schweden rollt der erste Volvo vom Band. Die britische Armee schafft die Lanze als offizielle Gefechtswaffe ab und irgendwo ist in China mit Sicherheit auch ein Sack Reis umgefallen. Und in Deutschland? Da stampft man für 8,1 Millionen Reichsmark in der Eifel eine Rennstrecke aus dem Boden, welche als eine der gefährlichsten und sagenumwobensten Rennstrecken der Welt in die Geschichte eingehen sollte, die Nordschleife.

In den vergangenen 85 Jahren war die „grüne Hölle“ immer wieder Schauplatz von Dramen und Triumphen, Geburtsort von Helden und Mythen. Und genau hier, inmitten all dieser Rennsporthistorie, die über der Nordschleife liegt, wie der kühle Eifelnebel am Morgen, fanden sich die beiden Protagonisten dieser Geschichte plötzlich wieder, Herr Trölf und meine Wenigkeit. Zwei waschechte Fehlzündungen des Motorradrennsports.

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Tempori aptari decet. – #alpen50

“Tempori aptari decet.” schrieb der römische Philosoph Seneca, “Man muss sich der Zeit anpassen.” Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf ein paar Moppedfahrer auswirken würde, darf man getrost bezweifeln.

Altes Eisen, moderne Kommunikation

Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweirad Vorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte.

Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke und mindestens ein Pass mit einer Höhe von über 2000 Metern waren das angestrebte Ziel. Genächtigt werden sollte ausschließlich stilecht auf Campingplätzen.

Über Twitter fanden sich schnell weitere Mitstreiter und die Teilnehmerzahl stieg und stieg. Viele sagten zu, anfänglich gepackt vom Feuer der vermeintlichen Sinnlosigkeit der Idee, sprangen später aber wieder ab. Was am Ende übrig blieb war der harte Kern. Die, die es tatsächlich ernst meinten. Von ursprünglich um die 20 gemeldeten Mokicks reduzierte sich die Zahl auf zehn Maschinen. Zehn Maschinen mit einem Gesamtalter von 350 Jahren, welche zusammengenommen weniger Hubraum haben als die meisten modernen Motorräder, die heutzutage aus den Verkaufsräumen der Motorradhändler rollen, einzeln. Die Zeitspanne der Baujahre erstreckte sich vom ältesten Fahrzeug mit Baujahr 1957 bis hin zum feuchten Hightechtraum vieler Schweißband tragender Halbstarker aus dem Jahre 1981.

What could possibly go wrong?

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Einmal Tank entrosten? Eins Achtzig, der Herr!

Eins vorneweg: Solltet ihr das hier nachmachen, dann auf eigene Gefahr! Und wenn, dann bitte nur in gut belüfteten Räumen, oder am besten gleich im Freien!

Der innere Zustand des Tanks war eigentlich das Einzige, was mir ein wenig Bauchschmerzen bereitete, als ich die TS bei der Abholung inspizierte. Rost, überall. Nicht der leichte Flugrost, wie ihn viele Tanks haben, nein, er war innen flächendeckend braun. Braun und rau wie Putz.

Das hätte mich ja nichtmal weiter gestört; der Tank kann innen von mir aus so rostig sein, wie ihm das gefällt. Was mich aber doch gestört hat war, dass sich der Benzinhahn immer wieder zusetzte. Das wiederum führte natürlich dazu, dass der Motor nicht anständig lief und das ist bekanntlich schlecht für’s Karma.

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